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„Die Unternehmen sind das Herz des Ganzen“

„Der Mittelstand macht Hessen stark – deshalb müssen wir die Unternehmen und die jungen Menschen in der Region halten!“ Das sagte Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein bei der Ehrung des 750. Partnerunternehmens von StudiumPlus, der Helm-SF-Bau GmbH in Aßlar. Rhein dankte dem Unternehmen dafür, dass es sich für die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte vor Ort engagiert und zwei dual Studierende der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ins Unternehmen aufgenommen hat.

Ehrung 750. Partnerunternehmen CCD„Das duale Studium gibt Antworten auf die Fragen der Region“, sagte Rhein. Angesichts des starken Wandels in der Erwerbswelt seien die theoretisch wie praktisch gleichermaßen gut ausgebildeten dual Studierenden die Fachkräfte der Zukunft. „Die Unternehmen sind das Herz des Ganzen“, wandte er sich an die Vertreter der Helm-SF-Bau GmbH. Zukunft sichern will das Aßlarer Familienunternehmen mit Hilfe von Tom-Jannik Adler und Jonas Rupp, beide im Bachelor-Studium Bauingenieurwesen im dritten Semester. Die Studierenden kommen in ihren Praxisphasen im Unternehmen schon voll zum Einsatz. Gerhard Helm, Geschäftsführer des 1901 gegründeten Unternehmens, betonte, dass Berufsanfänger nach dem „klassischen“ Studium einige Jahre brauchen, bis sie sich in einem Unternehmen zurechtfinden – mit den dual Studierenden, die das Unternehmen schon im Studium kennenlernen, funktioniere dies einfacher und reibungsloser. Geschäftsführer Björn Hennemann weiß ebenfalls, dass es immer schwieriger wird, Fachkräfte zu finden, weshalb das Unternehmen sich entschlossen habe, neue Wege zu gehen und die Nachwuchskräfte selbst mit aufzubauen.

Dafür dankte auch Norbert Müller, Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien (CCD), in dem die Partnerunternehmen organisiert sind und überreichte die Ehrenurkunde an das 750. Mitglied im CCD. Er freute sich, dass sich die Helm-SF-Bau GmbH für die Partnerschaft mit dem CCD entschlossen hat, um junge Menschen qualifiziert in der Region ausbilden zu können. „Qualifizierte Nachwuchskräfte sind der Schlüssel zum Erfolg“, betonte er. Das Netzwerk aus Hochschule, IHK und den Unternehmen sei deutschlandweit einmalig. „Wir bauen Fundamente für junge Menschen“, sagte Müller passend zum Thema Bau, und das sorge auch für Planungssicherheit für die Unternehmen. Dass gerade ein Bauunternehmen ausgezeichnet wurde, freute auch den Leitenden Direktor von StudiumPlus, Prof. Dr. Harald Danne: „Bau verbindet Menschen, und grade Helm steht für menschenwürdiges Miteinander, was sich zum Beispiel in Mehrgenerationen- oder Seniorenanlagen zeige.“ Und mit dem Angebot des Studiengangs Bauingenieurwesen habe StudiumPlus in Wetzlar und an zwei weiteren Außenstellen den Trend der Zeit erkannt.

Für die Helm-SF-Bau GmbH, die sowohl Projektentwicklung als auch schlüsselfertiges Bauen und die Verwaltung von Wohnkomplexen anbietet, sind die beiden Studierenden eine gute Wahl. Sie haben schon im zweiten Semester verantwortungsvolle Aufgaben übertragen bekommen - der aus Biebertal stammende Tom-Jannik Adler fungiert unter Anleitung bereits als Bauleiter für den Bau von 30 Wohneinheiten. Und sein Kommilitone Jonas Rupp, der aus Braunfels kommt, betont die hohe Motivation, die aus der Übertragung von Verantwortung resultiert.

„Was hier gemacht wird, ist Wirtschaftsförderung im besten Sinn“, sagte Rhein, und lobte das CCD als singuläre Einrichtung – und dessen Vorstandsvorsitzenden Norbert Müller ganz besonders für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz. „Das duale Studium spielt für die Hessische Landesregierung eine wichtige Rolle, es fördert mit der Dachmarke Duales Studium Hessen, die für das gemeinsame Engagement von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik steht, die qualitätsgesicherte Vernetzung aller Partner“, so Rhein. Auch THM Präsident Prof. Dr. Matthias Willems lobt das starke Netzwerk von StudiumPlus, in dem Hochschule und Unternehmen in einer deutschlandweit einzigartigen Kooperation zusammenarbeiten und gemeinsam an einem großen runden Tisch sitzen.


Positiv in die Zukunft: „Sie werden gebraucht“

„Ganz großes Kino“ nannte Prof. Dr. Harald Danne StudiumPlus bei der großen Verabschiedung des Absolventenjahrgangs 2018 in der Rittal-Arena – mit den 387 Absolventen, die ihren Bachelor oder Master in der Tasche haben, in den Hauptrollen. Um im Bild zu bleiben sei StudiumPlus „die größte duale Kinokette Hessens“, so der Leitende Direktor von StudiumPlus. 266 der Absolventen haben in Wetzlar studiert, 121 an den sechs Außenstellen von StudiumPlus. Danne lobte sie für ihre Leistungen und dafür, dass sie für Werte wie Respekt, Fairness, Ehrlichkeit und Freundlichkeit stehen.  Absolventenfeier web

„Sie werden gebraucht“, gab der Vorstandsvorsitzende des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), Norbert Müller, den Absolventen auf den Weg, die mit Familie und Freunden das Festprogramm in der Rittal-Arena verfolgten. Müller sprach für die über 800 Partnerunternehmen, die im CCD organisiert sind. Auf die Absolventen warte ein Berufsleben, das von gravierendem Wandel geprägt sei, „ es wird digitaler, komplexer, vielseitiger und agiler.“ Und er forderte sie auf: „Bleiben Sie Zukunftsdenker!“ Die Absolventen hätten die große Chance, den Wandel mitzugestalten, warf Müller einen positiven Blick in die Zukunft.

Einen Blick auf die vergangenen Jahre warfen Michael Seibert und Max Münker, die sich bei allen bedankten, die ihnen und ihren Kommilitonen geholfen hatten, die anstrengenden und aufregenden Jahre des dualen Studiums erfolgreich zu bewältigen. Mit dem Show-Act „TJ Wheels“ hatte StudiumPlus ein Unterhaltungsprogramm gewählt, bei dem sich trefflich erkennen ließ, was man mit Ausdauer und Fleiß alles erreichen kann: die erstaunlichen Jonglierkunststücke auf Rollschuhen wirkten ganz locker, haben aber sicher jahrelange Arbeit gekostet. Musikalisch umrahmt wurde die rundum gelungene Veranstaltung von der heimischen Band „Lebendig“, die das Publikum begeisterten.

In lockerer „Studis fragen Promis“-Runde befragten drei Studierende den THM-Präsidenten Prof. Dr. Matthias Willems und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Letzterer machte im Gespräch klar, wie wichtig das duale Studium für die Region ist, denn es halte mittlerweile nicht nur junge Menschen in der Region, sondern ziehe sie auch von woanders her an. Und Willems war es besonders wichtig, dass StudiumPlus als bundesweites Vorzeigemodell das beste Netzwerk zwischen Hochschule und Wirtschaft bundesweit biete.

Neben vielen guten Wünschen, lockerem Talk und guter Unterhaltung bot die Feier auch einen hochkarätigen Vortrag: Prof. Dr.-Ing. Torsten Kröger sprach über „Künstliche Intelligenz“. Er ist Leiter am Institut für Anthropomatik und Robotik am Karlsruher Institut für Technologie und absoluter Experte für maschinelles Lernen und Robotik. Anhand von Beispielen demonstrierte er, wie Algorithmen mit einer großen Menge von Daten in der Lage sind, selbstständig zu lernen – beispielsweise Roboter, die selbst lernen, immer effektiver unterschiedliche Gegenstände zu greifen. Doch Kröger machte auch klar, dass künstliche Intelligenz weder Hexerei noch Bedrohung sei: „Es ist ein Werkzeug – nicht mehr und nicht weniger.“

Mit der Ehrenmedaille von StudiumPlus ausgezeichnet wurde im Rahmen der Feier Klaus Gantner, der seit 2012 stellvertretender Vorsitzender des CCD gewesen ist und nun aus dem Amt schied. „Seit Sie 2009 Mitglied des Verwaltungsrats der Viessmann Werke wurden, haben Sie sich für die Einrichtung von Außenstellen von StudiumPlus eingesetzt“, sagte Norbert Müller in seiner Laudatio – inzwischen gebe es sechs davon. Zudem sei Viessmann das CCD-Partnerunternehmen mit den meisten Studierenden. Gantner sei entscheidend am Wachstum von StudiumPlus beteiligt gewesen. Verabschiedet wurden auch Prof. Dr. Anita Röhm und Prof. Dr. Bernd Galinski, die beide viele Jahre im Direktorium von StudiumPlus waren und nun in den Ruhestand gehen. Beide seien im Grunde nicht zu ersetzen, sagte Danne – und die Absolventen verabschiedeten sie mit großem Applaus.

Schließlich wurden die Jahrgangsbesten des Jahrgangs 2018 am Standort Wetzlar ausgezeichnet. Beste Absolventin im Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen ist Anna Lena Erle mit 1,0. Ihr Partnerunternehmen ist die P.O.T. Beratungsteam GmbH in Linden, den Preis der Christmann & Pfeifer Construction GmbH übergab Matthias Acker, Geschäftsführer der C + P Schlüsselfertiges Bauen GmbH & Co. KG.

Ebenfalls mit einer 1,0 hat Melanie Weidner den Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft abgeschlossen. Ihr Partnerunternehmen ist die Weber GmbH & Co. KG Kunststofftechnik-Formenbau in Dillenburg. Der Vorstandsvorsitzende der AOK Hessen, Detlef Lamm, übergab den Preis der AOK. Und noch eine 1,0: Philip Peters hat die tolle Note im Bachelor-Studiengang Ingenieurwesen erreicht, sein Partnerunternehmen ist die Siemens AG in Frankfurt. Laudatio und Preis der LTi Motion GmbH kamen von Dr. Stephan Beineke, Leiter der Entwicklung in dem Unternehmen.

Beste Absolventin im Bachelor-Studiengang Organisationsmanagement in der Medizin ist Paulina van Wickern mit 1,3. Ihren Preis stiftete der BDH Bundesverband Rehabilitation, übergeben wurde er von Bundesgeschäftsführerin Luitgard Lemmer. Barbara Bätz freute sich über ihre glatte 1,0 im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Partnerunternehmen Continental Teves AG & Co. oHG in Frankfurt. Den Preis der Friedhelm Loh Group über gab Andreas Huck, Geschäftsführer der Loh Services GmbH & Co. KG.

Den Master-Studiengang Prozessmanagement mit 1,0 absolviert hat Thomas Strieder, der den praktischen Teil seines Studiums bei der Druck- und Spritztechnik Hettich GmbH & Co. KG in Frankenberg geleistet hat. Den Preis der Hexagon Metrology GmbH übergab deren Personalliter Rüdiger Hahn.

Die beste im Master-Studiengang Systems Engineering ist Monika Wolek mit 1,1. Ihr Partnerunternehmen ist die Hastamat Verpackungstechnik GmbH in Lahnau. Den Preis des CCD übergab dessen Vorstandsvorsitzender Norbert Müller. Mit 1,0 tat sich im Master-Studiengang Technischer Vertrieb Arnold Daumlechner besonders hervor, dessen Partnerunternehmen die Rovema GmbH in Fernwald ist. Den Preis der Schunk GmbH übergab Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group.

Ausgezeichnet wurden aber nicht nur gute Noten, sondern auch soziales Engagement: Ramona Böhm mit dem Partnerunternehmen Beck + Heun GmbH in Mengerskirchen erhielt den Preis des Wetzlarer Rotary Clubs für ihren großen Einsatz als Mentorin und Botschafterin für StudiumPlus vom Präsidenten des Rotary Clubs, Manfred Bender.

Nach Abschluss des Programms war die Feier für die Absolventen und ihre Gäste aber noch nicht zu Ende: Sie hatten viel Spaß bei der großen After-Show-Party.


Ein klares Ziel vor Augen

„Ich hätte nie gedacht, dass ich in Deutschland solch überwältigende Unterstützung von so vielen Menschen erleben würde“, berichtet der 30-jährige Hassan Haj Abdullahothman. Eine Erfahrung, die auch der 22-jährige Yazan Sallam gemacht hat: „Ich wurde wie ein Familienmitglied aufgenommen.“ Die beiden jungen syrischen Männer – der jüngere aus as-Suwaida im Süden, der ältere aus Aleppo im Norden – mussten beide kriegsbedingt ihr Heimatland verlassen. Gemeinsam haben sie zudem, dass sie dank der immensen Unterstützung ehrenamtlich engagierter Menschen aber auch dank ihres eigenen unermüdlichen Einsatzes heute ein duales Studium an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) bei Wetzlarer Traditionsunternehmen absolvieren können – und zwar bei der Hexagon Metrology GmbH und der Friedrich Kurz GmbH. Ein klares Ziel vor Augen

Sallam, der in Syrien nach dem Abitur zwei Semester Maschinenbau studierte, und Haj Abdullahothman, der in Aleppo nach seinem erfolgreich absolvierten Wirtschaftsstudium zwei Jahre bei einem Mobilfunkanbieter tätig war, erlebten beide eine strapaziöse und gefährliche Flucht – teilweise zu Fuß, in überfüllten Transportern und Booten – über die Türkei und Griechenland. Bis sie nach mehreren Monaten in Deutschland ankamen. Bei dem 22-jährigen Yazan Sallam war dies Ende 2015, bei seinem 30-jährigen StudiumPlus-Kommilitonen bereits Ende 2014. Beide führte ihr Weg schließlich in mittelhessische Erstaufnahmeeinrichtungen.

Mit Bettina Twrsnick, Sprecherin der Flüchtlingshilfe Mittelhessen, kam Yazan Sallam schon während seines Aufenthaltes in der Erstaufnahmeeinrichtung auf der Wetzlarer Spilburg in Kontakt. „Frau Twrsnick hat mich von Anfang an stark unterstützt. Sie half mir dabei, mir in den Räumen der Phantastischen Bibliothek selbst die ersten Grundlagen der deutschen Sprache anzueignen. Dort durfte ich auch ehrenamtlich mithelfen.“ Die Flüchtlingshilfe ermöglichte Sallam im Jahr 2016, einen Deutschkurs in Marburg zu besuchen, in dem er die Sprache auf Universitätsniveau lernen konnte. „Dort lebte ich über ein Jahr bei der Marburger Familie Achenbach, die mich wie einen eigenen Sohn aufnahm“, schwärmt der 22-jährige. 

Auch die Geschichte von Hassan Haj Abdullahothman wäre nicht komplett, ohne die Menschen, die in bei seinem Weg unterstützt haben. „Patricia Pollei-Bardelle vom Netzwerk Hohenahr, begegnete mir während meines Aufenthalts in der dortigen Wohneinrichtung. Sie machte mich z.B. auf das Stipendium der Otto-Benecke-Stiftung aufmerksam, um das ich mich erfolgreich bewarb. Sechs Monate lang durfte ich einen Deutschkurs auf akademischem Niveau an der Universität Marburg besuchen und die Stiftung kam für meinen Lebensunterhalt auf. Ellen Krämer von der JLU Gießen hat mich später bei den vielen Formalitäten unterstützt, die ich bewältigen musste, um in Deutschland ein Studium beginnen zu können“, so der 30-jährige. Bild 1 web

„Als ich gerade mal 18 Monate nach meiner Flucht aus Syrien gemeinsam mit elf anderen Bewerbern um insgesamt drei StudiumPlus-Plätze am Assessment Center bei der Hexagon Metrology GmbH teilnahm, hätte ich nie gedacht, dass ich einen der Plätze bekomme“, berichtet Sallam. Offensichtlich gelang es ihm aber, Personalreferentin Iris Trost und Konstruktionsleiter David Sasse zu beeindrucken: „Uns hat begeistert, wie gut Herr Sallam nach der kurzen Zeit bereits Deutsch sprach. Seine Zielstrebigkeit hat uns voll und ganz überzeugt“, sind sich die beiden einig. Seit Oktober 2017 absolviert er den dualen Bachelor-Studiengang Ingenieurwesen Maschinenbau bei StudiumPlus in Wetzlar. „Herr Sallam arbeitet sehr selbständig und bringt seine Projekte aktiv voran“, lobt Unternehmensbetreuer Sasse. Aktuell erarbeitet er für den Messtechnikhersteller Vorschläge zur Vereinfachung von Produktionsprozessen. 

Ähnlich überraschend lief das Vorstellungsgespräch bei dem acht Jahre älteren Haj Abdullahothman: „Bei der Friedrich Kurz GmbH wollte ich mich eigentlich nur um einen Praktikumsplatz bewerben, am Ende des Gesprächs bot mir Geschäftsführerin Barbara Galir eine Stelle als Kaufmann an, aus der ein Jahr später 2017 ein dualer Master-Studienplatz im Studiengang Prozessmanagement – Steuerung von Geschäftsprozessen wurde!“ Galir, die den jungen Mann auch in seinen Praxisphasen bei dem internationalen Logistikunternehmen betreut, ist froh über diese Personalentscheidung: „Herr Haj Abdullahothman passt mit seiner großen Einsatzfreude und seiner Freundlichkeit hundertprozentig ins Team. Als Familienunternehmen legen wir darauf großen Wert. Aktuell arbeitet er mit vollem Elan an der Gestaltung eines Online-Portals, durch das unsere Partner Angebote zu jeder Tages und Nachtzeit per Internet einholen können.“ Bild 2

Der Vorstandsvorsitzende des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V., Norbert Müller freut sich ebenfalls über die Erfolgsgeschichten der beiden jungen Männer: „Wenn sich junge Menschen aus Syrien für den nicht leichten Weg eines dualen Studiums hier bei StudiumPlus entscheiden und dafür auch ein geeignetes Partnerunternehmen finden, dann können wir das nur begrüßen. Dies sind zum einen die richtigen Schritte eines gelingenden Migrationsprozesses und zum anderen ein hilfreicher Weg zur Minderung unseres Fachkräftemangels.“ Prof. Dr. Harald Danne, Leitender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium, pflichtet bei: „Am Beispiel von Herrn Haj Abdullahothman und von Herrn Sallam sieht man, wie StudiumPlus das Beste aus zwei Welten vereint – nämlich ein vollwertiges Hochschulstudium mit intensiver Praxiserfahrung – dies macht es zum idealen Start in das deutsche Bildungs- und Arbeitswesen.“

Mittelhessen ist für beide jungen Männer inzwischen zu einem Zuhause geworden. Bachelor-Student Sallam lebt in einer WG in Gießen, in seiner Freizeit spielt er Theater und experimentiert beim Kochen, indem er deutsche und orientalische Einflüsse miteinander kombiniert. Auch am StudiumPlus Campus fühlt er sich wohl: „Meine Wetzlarer Kommilitonen sind extrem freundlich und hilfsbereit“, berichtet der 22-jährige. Haj Abdullahothman, der sich bereits in Aleppo für Flüchtlinge aus anderen Teilen Syriens engagierte und schon für die Wetzlarer Tafel aktiv war, ist den ehrenamtlichen Tätigkeiten treu geblieben. In seinem Wohnort Erda ist er für die dortige Flüchtlingshilfe tätig. Dort lebt er gemeinsam mit seiner Ehefrau, die bald einen Master-Studiengang an der JLU absolvieren wird. Die beiden StudiumPlus-Studenten aus Syrien sind sich einig: „Wir danken unseren Partnerunternehmen sowie allen Menschen, die uns auf dem Weg geholfen haben, für diese großartige Zukunftschance!“ 


Mit der Ressource Wissen in die Zukunft

Wetzlar. „Heute schon tun, was die anderen erst morgen denken“, das nannte Vorstandsvorsitzender Norbert Müller das Ziel des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e. V. (CCD) bei der Jahreshauptversammlung des Vereins, in dem die Partnerunternehmen von StudiumPlus organisiert sind. Mittels der Ressource Wissen vorne zu bleiben im globalen Wettbewerb, das sei der Auftrag der dualen Studiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), sagte Müller – und mit dem CCD leiste die Wirtschaft ihren Beitrag dazu. Und zwar in steigendem Maße – die Zahl der Partnerunternehmen ist inzwischen auf die Rekordzahl von 825 gewachsen. In den Unternehmen verbringen die Studierenden den praktischen Teil ihres dualen Studiums. CCD 1 web

Müller gab den Vertretern der Partnerunternehmen einen Überblick der Schwerpunkte des vergangenen Jahres und hob dabei das Engagement im Bereich der digitalen Transformation besonders hervor. So habe StudiumPlus ein SMART Teaching Digi Lab eingerichtet, in dem die Studierenden beispielsweise die virtuelle und die erweiterte Realität kennenlernen und 3D-Scan und -Druckverfahren nutzen und ausprobieren können. Mit den SMART Teaching Digi Boxen gebe es zudem ein neues didaktisches Konzept – für Studierende und Dozenten - zum lösungsorientierten Lernen. Etwas ganz besonderes sei auch der SMART Teaching Workshop, der im vergangenen Jahr erstmals stattgefunden hatte und der für alle Studierenden des fünften Semesters verpflichtend war. Er wird auch in diesem Jahr wieder organisiert. Der Schwerpunkt wir in 2018 Künstliche Intelligenz, Sicherheit und Innovation sein, die Veranstaltung steht diesmal auch Mitarbeitern der Partnerunternehmen offen. die Vorträge von 17 Referenten zu Themen aus dem Bereich der Digitalen Transformation/Digitalisierung hören können. Außerdem können Unternehmen Demostationen zum Thema ausstellen und den Teilnehmern präsentieren

Eine Anwendungsmöglichkeit präsentierte bei der Jahreshauptversammlung Frederic Pauly, der gerade seinen Bachelor im dualen Studiengang Maschinenbau abgeschlossen hat und als Praxisphasenprojekt und Bachelor-Thesis das Thema „Augmented Reality im Geschäftsbereich Service International der Viessmann Gruppe“ erarbeitet hat. Er stellte den CCD-Mitgliedern vor, wie mit Hilfe der computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung der Service verbessert werden kann. So können Mitarbeiter bei der Installation oder Wartung eines Produkts über eine spezielle Brille virtuelle Inhalte in ihrem realen Gesichtsfeld sehen. Dadurch kann ihnen sehr viel schneller und genauer geholfen werden als über das Telefon oder eine Anleitung. „Das steigert Effizienz und Kundenzufriedenheit“, berichtete Pauly.
Müller zeigte sich sehr erfreut darüber, dass immer mehr Unternehmen in die Zukunft investieren und als Partnerunternehmen ihre künftigen Fach- und Führungskräfte mit StudiumPlus qualifizieren. Mittlerweile seien es immer mehr Unternehmen aus dem Frankfurter Raum, auch außerhalb Hessens seien inzwischen viele Partnerunternehmen angesiedelt. Und auch die Zahl der Studierenden, die nicht aus Hessen stammen, steige, ergänzte der Leitende Direktor von StudiumPlus, Prof. Dr. Harald Danne. Bei den Hochschulinformationstagen seien Interessenten von weit her nach Wetzlar gereist, um sich zu informieren.

1325 Studierende sind aktuell immatrikuliert – auch ein Rekord, ebenso wie die Zahl der 535 Erstsemester im Wintersemester 2017/18, freute sich Müller. Und die Anmeldungen für das kommende Semester lägen schon jetzt höher als die Zahl des Vorjahres. Die Zahl der offenen Stellen in den Partnerunternehmen, die auf der Homepage von StudiumPlus (www.studiumplus.de) einsehbar sind, steige ebenfalls stetig.

Stabil sind auch die Finanzen des CCD: Schatzmeister Prof. Dr. Hubertus Jung stellte die Bilanz vor, die einstimmig verabschiedet wurde.
Müller verabschiedet Klaus Gantner, der als Verwaltungsrat der Viessmann Werke GmbH & Co. KG in den Ruhestand gegangen ist und auch aus dem Vorstand des CCD ausscheidet. „Sie haben sich enorm für StudiumPlus in Nordhessen eingesetzt und waren ein Impulsgeber für neue Studiengänge“, honorierte er die Leistung Gantners. Zu dessen Nachfolger wählten die Mitglieder Steffen Buch, der den Bereich Personal von Gantner bei Viessmann übernommen hat, in Abwesenheit in den Vorstand. Er wird zuständig sein für die Campusse in Bad Hersfeld, Bad Wildungen und Frankenberg. In den Vorstand wiedergewählt wurde der Vorsitzende der Unternehmensleitung der Schunk Group Dr. Arno Roth. Homepage

Auch die Wirtschaftsvertreter, die im Kuratorium von StudiumPlus vertreten sind und die Studieninhalte mitgestalten, wurden wiedergewählt. Zwölf wurden im Amt bestätigt, zu neuen Kuratoriumsmitgliedern wurden Andrea Potsch von der Hedrich GmbH in Ehringshausen und Dr. Anne-Kathrin Roth von Roth Industries GmbH & Co. LG in Dautphetal gewählt. „Das Kuratorium hilft uns, StudiumPlus inhaltlich voranzutreiben“, betonte Danne. Und der Präsident der THM, Prof. Dr. Matthias Willems, hob hervor, dass die gute Zusammenarbeit zwischen der regionalen Wirtschaft und der THM deren größte Stärke sei – und die sei nur möglich durch das CCD.

Zu Gast beim CCD war der Geschäftsführer der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer GmbH mit Sitz in Gießen und Frankfurt. TransMIT biete Dienstleistungen für Unternehmen und Hochschulen, sagte Stumpf. So helfe es, Forschungsergebnisse zu vermarkten – bekanntes Beispiel sei das Mathematikum in Gießen – oder helfe bei der Suche nach wissenschaftlichen Kooperationspartnern. Gesellschafterhochschulen von TransMIT sind die THM, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg. TransMIT biete Innovationsmanagement für Unternehmen und sei als Patentverwertungsagentur sehr erfolgreich, so Stumpf.


Achim Schneider hat neue Altersversorgung der Isabellenhütte mit konzipiert

Dillenburg. „Es ist nicht alltäglich, dass einer unserer Studierenden mit seiner Abschlussarbeit so einen Volltreffer landet!“ Das sagt Norbert Müller, Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), der Organisation der derzeit über 770 Partnerunternehmen von StudiumPlus. Achim Schneider, der beim dualen Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen studiert hat, hat im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit gemeinsam mit der Abteilung Personalmanagement und dem Betriebsrat ein neues Modell der betrieblichen Altersversorgung (bAV) für die Isabellenhütte in Dillenburg ausgearbeitet – und das wird mittlerweile nicht nur umgesetzt, sondern wurde auch mit dem Deutschen bAV-Preis 2018 ausgezeichnet. 

Bachelor Arbeit verhilft zu baV Preis

„Mit dem Altersversorgungs- und Erfolgsbeteiligungsmodell ISAcare haben wir ein Instrument, um Zukunft zu sichern, Mitarbeiter zu motivieren und als Arbeitgeber attraktiver zu sein“, sagt Dr. Felix Heusler, geschäftsführender Gesellschafter der Isabellenhütte Heusler GmbH & Co.KG. Das Dillenburger Traditionsunternehmen beschäftigt etwa 950 Mitarbeiter und erwirtschaftet in den Geschäftsbereichen Präzisionslegierungen, Präzisions- und Leistungswiderstände sowie Präzisionsmesstechnik jährlich rund 150 Millionen Euro Umsatz. Achim Schneider hat zusammen mit seinem Betreuer im Unternehmen, Steffen Enseroth, ISAcare entwickelt, eine auf drei Säulen ruhende Altersversorgung, die der Arbeitgeber erheblich mehr als zuvor bezuschusst. Diese sieht nun auch eine jährliche Erfolgsbeteiligung vor, die der Arbeitnehmer optional in seine Altersversorgung einfließen lassen kann. Die Eigenbeiträge der Mitarbeiter werden zusätzlich noch aufgestockt. Bei Nutzung aller Möglichkeiten, die diese sehr flexible Altersversorgung bietet, beträgt der Arbeitgeberanteil knapp vier Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttogehalts eines Arbeitnehmers. Das alles hat die Jury des Deutschen bAV-Preises offensichtlich überzeugt, die der Isabellenhütte in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“ den ersten Preis verliehen hat.

„Möglich ist eine Aufgabe in einem so sensiblen Bereich im Rahmen einer Bachelor-Arbeit nur, wenn der Studierende das Unternehmen sehr gut kennt“, sagt Steffen Enseroth. Und das tut Achim Schneider: Der 23-Jährige aus Eschenburg-Eiershausen hat schon seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Isabellenhütte gemacht und arbeitete im Personalmanagement, bevor er das duale Bachelor-Studium der Betriebswirtschaft in der Fachrichtung Mittelstandsmanagement bei StudiumPlus in Wetzlar begann. In den Praxisphasen seines Studiums durchlief er bewusst verschiedene Bereiche des Unternehmens, um dann zum Projektstudium und für die Bachelor-Arbeit wieder ins Personalmanagement zurückzukehren. Acht Monate Zeit hatte er, um nicht nur die neue bAV komplett mit Slogan und Logo zu konzeptionieren, er befasste sich auch intensiv damit, wie man dieses Modell sinnvoll vermarktet und den Mitarbeitern verständlich macht – mit Informationsveranstaltungen, Workshops und Einzelberatungen. „Transparenz, Information und Kommunikation waren uns sehr wichtig“, betont Dr. Heusler. Und dies hat sich ausgezahlt: Während zuvor ein Drittel der Mitarbeiter die betriebliche Altersversorgung nutzte, sind es nun zwei Drittel – und die Umsetzung ist noch im Fluss, so dass es nach Heuslers Überzeugung noch mehr werden. „Wir sind mit diesem Modell im Wettbewerb um Fachkräfte gut aufgestellt“, ist sich Heusler sicher.

„Dass die Projektarbeit so deckungsgleich mit dem Unternehmensinteresse ist, ist genau das, was wir bei StudiumPlus erreichen wollen“, sagt Norbert Müller. Und auch Heusler sieht genau darin die Kernkompetenz der dualen Studiengänge. „Herr Schneider ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass unsere Studierenden bereits in ihren Praxis- und Projektphasen sowie in ihren Bachelor-Arbeiten sehr gute Lösungen für konkrete Aufgabenstellungen ihrer Unternehmen erarbeiten", freut sich auch Prof. Dr. Pia Robinson, die den Studierenden seitens StudiumPlus im Unternehmen betreut hat. Und Achim Schneider ist auch nach Abschluss seines Studiums mit „seiner“ bAV beschäftigt: Er ist für den betrieblichen Prozess der Umsetzung weiterhin verantwortlich.  


Funkelnde Gläser, blitzendes Besteck und liebevoll angerichtete Leckereien umrahmt von herrlich bunter Blumendekoration – nicht nur für Hochzeitsfeiern, sondern auch für alle anderen privaten und geschäftlichen Feierlichkeiten stimmt bei martinis catering | event jedes Detail. All dies verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass Inhaberin Lena Weibel, obwohl erst Anfang dreißig, bereits seit über 15 Jahren im Bereich Catering und Events aktiv ist. Schon als Schülerin war sie als Aushilfe bei dem Unternehmen tätig, das ihr inzwischen gehört. Ein wichtiger Bestandteil ihrer beeindruckenden Laufbahn ist StudiumPlus, das duale Studienprogramm der TH Mittelhessen. Als zufriedene Absolventin qualifiziert sie in ihrem Betrieb inzwischen selbst eine StudiumPlus-Studentin. Von der Aushilfe zur Inhaberin web

„Als ich von StudiumPlus hörte, wusste ich sofort: Das ist das Richtige! Denn ich bin eine absolute Praktikerin. In meinem dualen Studium konnte ich mir neben der Praxiserfahrung fundiertes Fachwissen aneignen.“ Als ihre Entscheidung für StudiumPlus im Jahr 2007 fiel, jobbte Lena Weibel gerade nach dem Abitur bei einem großen Event-Caterer in Frankfurt am Main. Tätig war sie im Bereich Marketing und Vertrieb. Angetrieben von dem Wunsch, ihre Passion für Gastronomie und Eventgestaltung zu ihrem Beruf zu machen, überzeugte sie ihre damaligen Vorgesetzten davon, ihr ein duales Studium an der TH Mittelhessen im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft zu ermöglichen.

Das Konzept StudiumPlus hat Weibel offensichtlich so sehr gefallen, dass sie im Anschluss an den Bachelor-Abschluss den Master-Studiengang Prozessmanagement belegte, den sie 2012 erfolgreich absolvierte. Für das Möbelhaus Sommerlad erarbeitete sie in diesem Rahmen ein gehobenes Gastronomiekonzept mit entsprechender Eventlocation. Ihr ehemaliger Hochschulbetreuer, Prof. Dr. Bernd Galinski, ist heute noch voll des Lobes: „Frau Weibel war eine engagierte Studentin mit guten Noten, die sehr viel Eigeninitiative zeigte. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie sie die fordernde Tätigkeit in der Gastronomie und den theoretischen Teil in der Hochschule miteinander vereinbart hat.“

Die Einsatzfreude von Lena Weibel zeigte sich auch darin, dass sie im Jahr 2016 gemeinsam mit ihrem Partner Nils Pörschke den Entschluss fasste, martinis catering | event zu übernehmen. Ihr ehemaliger Chef, für den sie bereits zu Schulzeiten gejobbt hatte, hatte ihren beeindruckenden Weg stets verfolgt. Als er sein Geschäft altersbedingt abgeben wollte, kam er auf Weibel zu und bot ihr die Nachfolge an.

Auch als Chefin und Inhaberin setzt Weibel zur Qualifizierung von Fachkräften auf StudiumPlus: Die 24-jährige Katharina Braun war als Aushilfe bei martinis catering | event tätig. Die ausgebildete Hotelfachfrau verdiente sich dort neben dem schulischen Teil ihrer Fachhochschulreife etwas dazu. „Wir wollten Frau Braun unbedingt halten und boten ihr daher einen dualen Studienplatz an“, berichtet Weibel. „Sie bringt nicht nur das Talent mit, operativ im Bereich Gastronomie zu arbeiten, sondern hat auch ein Händchen für Mitarbeiterführung. Gerade bei großen Events arbeiten wir häufig mit einer Teamgröße von bis zu 60 Mitarbeitern. Da ist diese Fähigkeit unerlässlich.“

Braun, die im Oktober 2017 bei StudiumPlus begann, hat ihre Entscheidung nicht bereut: „Mein duales Studium ist sehr spannend und abwechslungsreich. Im Unternehmen wie in der Hochschule werde ich auf stets unterschiedliche Weise gefordert, so dass ich viel lerne und zahlreiche Erfahrungen sammeln darf – fachlich wie menschlich.“ Hochschulbetreuer Galinski, der nun – wie einst ihre Chefin – auch die Nachwuchskraft von Weibel betreut, kann die Personalentscheidung nur gut heißen: „Frau Braun ist eine sehr motivierte Studentin, die nicht nur hervorragende Leistungen bringt, sondern auch hochkompetent im zwischenmenschlichen Umgang ist.“

In ihrer letzten Praxisphase erarbeitete die Studentin ein Konzept zur Erschließung neuer Kundenpotentiale durch die Zusammenarbeit mit Eventlocations wie z.B. Burgen, Schlössern oder ehemaligen Fabriken. Durch das Projekt konnte das Unternehmen viele wertvolle Kontakte knüpfen. Die Kunden können nun aus einer noch größeren Palette von Örtlichkeiten für ihre privaten oder geschäftlichen Feiern wählen. Wie man sieht, wird es nicht ruhiger bei martinis catering | event. Und wer weiß, wie lange es dauert, bis Katharina Braun selbst ihre erst Studentin oder ihren ersten Studenten von StudiumPlus betreut.


Ganz im Sinne der engen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft ist es bei StudiumPlus Tradition, dass sich das Kuratorium in regelmäßigen Abständen in einem der über 770 Partnerunternehmen trifft. Die jüngste Sitzung fand nun bei der Firma Zeiss statt. Vorab hatten die Mitglieder Gelegenheit, die Fertigung des Optikunternehmens zu besichtigen, das am Standort Wetzlar für den Bereich Sports Optics sowie für die Produktion von Präzisionsmaschinen für die Halbleiterfertigung aktiv ist.  Die Mitglieder des Kuratoriums von StudiumPlus trafen sich bei der Firma Zeiss. Empfangen wurden Sie dort vom Stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums Burkhard Kramer (5. v. r.), der unter anderem den THM-Präsidenten und Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Matthias Willems (l.), den Vorstandsvorsitzenden des CCD Norbert Müller (7. v. r.) sowie den Leitenden Direktor des ZDH Prof. Dr. Harald Danne (3. v. r.) begrüßen konnte.

Das Kuratorium setzt sich aus Vertretern der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und Vertretern der im CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD) organisierten Unternehmen zusammen. Gemeinsam arbeiten die Partner an der Optimierung der Studieninhalte und stimmen Theorie und Praxis der Studiengänge so aufeinander ab, dass die Studierenden optimal auf die fachlichen Anforderungen im Unternehmen vorbereitet sind. Das Kuratorium gibt beispielsweise Empfehlungen zur Entwicklungsplanung dualer Studiengänge oder zur Bildung von Schwerpunkten in Forschung und Lehre. Stellvertretender Vorsitzende des Kuratoriums ist Burkhard Kramer, Ausbildungsleiter bei Zeiss. Er begrüßte die Mitglieder des Kuratoriums in dem Unternehmen, das weltweit über 27000 Mitarbeiter beschäftigt – ca. 500 davon in Wetzlar. „Als Gründungsmitglied von StudiumPlus halten wir auch in Zukunft ganz bewusst am dualen Studium fest, da es für uns ein optimales Instrument ist, Fachkräfte für den Standort Wetzlar zu qualifizieren“, so Kramer.

Der THM-Präsident und Vorsitzende des Kuratoriums Prof. Dr. Matthias Willems wies auf den Einsatz der hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) bei der Förderung der praxisorientierten dualen Studienformate. Mit der Tatsache, dass StudiumPlus der mit Abstand größte Anbieter sei, hielt er dabei nicht hinter den Berg: „An allen HAWs in Hessen zusammen gibt es 3045 dual Studierende in Kooperation mit 1415 Unternehmen. Auf unser duales Programm entfallen 1350 Studierende und mehr als die Hälfte aller am dualen Studium beteiligten Unternehmen.“

Der Verantwortliche für diese über 770 Partnerunternehmen, CCD-Vorstandsvorsitzender Norbert Müller, wies bei der Sitzung auf die Mitgliederversammlung des Vereins am 4. Juli hin. Außerdem lud er die Kuratoren zur Absolventenfeier am 9. August in die Rittal Arena ein. Ein Thema das Müller besonders am Herzen liegt, ist die Digitalisierung. „Unsere Partnerunternehmen bestmöglich für die Umbrüche durch die digitale Transformation zu wappnen, damit sie so nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können, ist unser Ziel“, so Müller. Daher plane StudiumPlus für den 22. September eine ganztägige Veranstaltung für alle Bachelor-Studierenden des fünften Semesters, die auch den Unternehmensvertretern offen stehe.

Der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne, bedankte sich für die Gastfreundschaft der Firma Zeiss und verwies auf das jahrelange intensive Engagement des Optikherstellers für StudiumPlus. „Bereits vor über 15 Jahren haben wir das erste Mal eine Kuratoriumssitzung hier abgehalten. Es ist schön zu sehen, wie viele dual Studierende die Carl Zeiss GmbH seitdem qualifiziert hat – nämlich insgesamt 32! Besonders die Halbleitersparte des Unternehmens hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen und bietet so hervorragende Zukunftsperspektiven für den Standort Wetzlar. Die dort gefertigten Komponenten zur Herstellung von Mikrochips bringt das Zukunftsthema Digitalisierung voran – und damit Bereiche wie künstliche Intelligenz, Blockchain und digitale Kundenbeziehungen.“


StudiumPlus ist ein System, das sich selbst bestätigt“ - das sagte der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Gießen, Dr. Christoph Ullrich, bei seinem Besuch bei StudiumPlus in Wetzlar. Denn wenn das Konzept der dualen Hochschulstudiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) nicht aufginge, würden die Unternehmer nicht investieren und keine Studierenden mehr schicken. „Das ist eine stetige Erfolgskontrolle und der Garant, das man nicht am Bedarf der Wirtschaft vorbei qualifiziert“, sagte Ullrich. Dr. Christoph Ullrich (Mitte) informierte sich bei Prof. Dr. Harald Danne (rechts) und Norbert Müller über aktuelle Entwicklungen bei StudiumPlus.

Darin bestätigte ihn Norbert Müller, Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD). In diesem sind mittlerweile über 770 Partnerunternehmen Mitglied, beim Start von StudiumPlus vor 17 Jahren waren es 30. StudiumPlus sei für die Unternehmen interessant, weil diese in die Entwicklung der Studiengänge eingebunden seien – eine einmalige Verzahnung von Theorie und Praxis, Hochschule und Wirtschaft. Dass diese Mischung auch für die Studierenden optimal ist, zeige die hohe Weiterempfehlungsrate von 95 Prozent bei den Alumni, freute sich der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne. Zur Zufriedenheit der Studierenden trage nicht nur die geringe Abbrecherquote von lediglich fünf Prozent bei, sondern auch die enge Betreuung durch die Professoren, die die Studierenden regelmäßig auch in den Unternehmen aufsuchen und dort mit den Betreuern von Seiten der Unternehmen zusammenarbeiten. „Unsere Studierenden werden nie alleine gelassen und können zugleich im Unternehmen schon verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen“, erläuterte Danne.

Ullrich zeigte sich erfreut, dass das erfolgreiche duale Studium aus Mittelhessen heraus entwickelt wurde und mit seinen sechs Außenstellen in die Fläche gegangen ist. Es sei ein Faktor, der die Region attraktiv mache und Arbeitskräfte binde. Auch Wissenschaftsminister Boris Rhein habe kürzlich im Hessischen Landtag anlässlich eines Entschließungsantrags, zum zehnjährigen Jubiläum der Kampagne „Duales Studium Hessen“ auf die beeindruckende Bilanz hingewiesen. Von den 17 Anbietern in Hessen sei StudiumPlus der mit Abstand größte und mit seinem Konzept der engen Kooperation von Hochschule, Unternehmen und IHKn einzigartig; Rhein wies in seiner Rede namentlich auf den Erfolg von StudiumPlus hin.

Und Regierungspräsident Ullrich interessierte sich bei seinem Besuch ganz besonders für das Thema Digitalisierung, mit dem sich StudiumPlus auch auf Wunsch der Unternehmen intensiv auseinandersetzt. „Was dieses Thema angeht, sind wir in Mittelhessen schon gut aufgestellt, aber wir müssen dranbleiben“, sagte er. Mit Hilfe der Studierenden könne die Hochschule Themengebiete wie Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge oder Big Data in die Unternehmen bringen.


Die zwölfte Ausgabe der NewsPlus ist erschienen, mit der wir Sie über die aktuellen Ereignisse bei StudiumPlus auf dem Laufenden halten möchten.

Diese finden Sie hier: https://www.studiumplus.de/sp/images/StudiumPlus_NewsPlusXII_2018_04_23.pdf

Für die Gestaltung zukünftiger Ausgaben freut sich das Redaktionsteam weiterhin über Ihre Anregungen.


Biedenkopf. Mathematik, Informatik, Technische Mechanik – wofür braucht man diese Fächer eigentlich? Beim Technikmodul am Campus Biedenkopf sollten das die Erstsemester der dualen Ingenieur-Bachelorstudiengänge erfahren. Und zwar – wie stets bei StudiumPlus – ganz praktisch. Denn nach der Vermittlung von theoretischem Wissen dürfen die Studierenden aus Technik-Lego ein Rennauto bauen. Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig begrüßte sie zum Auftakt des zweitägigen Moduls. 

Bürgermeister Joachim Thiemig (vorne, 8. von rechts) begrüßte die 71 Erstsemester, die am Technikmodul teilnahmen. „Das ist ein wirklich gelungener Ansatz, Theorie und Praxis zu verbinden“, sagte Thiemig, dem es sichtlich in den Fingern juckte, sich ebenfalls mit dem Technik-Lego zu beschäftigen. „Sie können gerne mitspielen“, lud Campusleiter Prof. Dr. Manthei ihn ein, aber natürlich ging es nicht nur ums Spielen. Die Aufgabe bestand darin, ein Auto mit Motor und programmierbaren Sensoren so zu konstruieren, das es möglichst schnell um eine Pylone fährt, ohne aus der Kurve zu fliegen. Daran erkannten die Studierenden schnell, wofür die gelegentlich ungeliebten Fächer notwendig sind. Selbst Wirtschaftswissenschaft gehörte dazu, denn schließlich sollte die Konstruktion auch möglichst wirtschaftlich sein, ganz wie im wirklichen Leben. 

Das Technikmodul ist für alle Erstsemester, die Bachelor-Studiengänge in Maschinenbau oder Elektrotechnik belegt haben, verpflichtend. In Biedenkopf wird das Modul für die Erstsemester aller Außenstellen des dualen Studienprogramms der Technischen Hochschule Mittelhessen angeboten – diesmal war es die Rekordzahl von 71 Studierenden, die aus Bad Hersfeld, Limburg und Bad Vilbel nach Biedenkopf gekommen waren, um mit den dortigen Erstsemestern zu tüfteln. Und dabei hatten sie eine Menge Spaß, denn am Ende galt es, bei einem Rennen den Sieger zu ermitteln. Bestens vorbereitet wurden sie von Campusleiter Manthei, Prof. Dr. Thorsten Beck und Prof. Dr. Werner Bonath. Und nebenbei lernten sie auch ihre Kommilitonen aus den anderen Außenstellen kennen – und zur Freude von Bürgermeister Thiemig auch Biedenkopf.


Poster EIEM 2017

Das internationale Praktikantenprogramm „European Industrial Experience Mittelhessen“ (EIEM) wurde 2014 ins Leben gerufen, um mehr StudiumPlus-Studierenden ein Auslandssemester zu ermöglichen. EIEM vermittelt Studierende unserer ausländischen Partnerhochschulen für dreimonatige Praktika in CCD-Partnerunternehmen, die von neuen fachlichen Impulsen der internationalen Praktikanten profitieren können. Einige Partnerunternehmen konnten EIEM-Teilnehmer sogar über das Praktikum hinaus für sich gewinnen. Das Programm ermöglicht es StudiumPlus, unsere Hochschulkooperationen weiter auszubauen. Werden Sie jetzt Teil des EIEM-Programms: Detaillierte Informationen zum Programm  finden Sie auf go.thm.de/eiem. Bei Fragen können Sie sich gerne an die Koordinatorin des Programms Cornelia Fritzsch  (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; 06441/2041-224) wenden.


Prof. Dr. Harald Danne (2.v.r.) und Marion Gottschalk (r.) begrüßten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Annette Lust und Andreas Potapov vom Organisationsteam der HIT.

„Markt der Möglichkeiten“ für Schüler

Wetzlar. Seit zehn Jahren informiert StudiumPlus Schülerinnen und Schüler an seinem Standort Wetzlar beim Hochschulinformationstag (HIT) über die dualen Studiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Diesmal erhielten Interessenten auch die Gelegenheit, sich bei Partnerunternehmen von StudiumPlus  zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Fast 40 Unternehmen hatten im Gebäude A15 in der Spilburg Stände aufgebaut und standen für Gespräche bereit.

„Bessere Chancen im Job“, „Geld verdienen“ und „Spaß im späteren Beruf haben“, das antworteten einige der Schüler auf die Frage von Prof. Dr. Harald Danne, warum sie sich für ein Studium interessieren. Und der Leitende Direktor von StudiumPlus konnte in seiner Begrüßung überzeugend darstellen, dass diese Wünsche bei der Entscheidung für ein duales Studium auch erfüllt werden. Zum einen werde das Studium von dem Partnerunternehmen, in dem die Studierenden den praktischen Teil des Studiums absolvieren, vergütet. Zum anderen liege die Arbeitslosigkeit von Studierenden tatsächlich aktuell bei nur einem Prozent. Vor allem aber seien 90 Prozent derjenigen, die studiert haben, später im Berufsleben zufrieden. Nur fünf Prozent Studienabbrecher aufgrund der engen Betreuung in kleinen Gruppen ist laut  Danne ein weiteres Argument für das duale Studium.

Weiterlesen: 200 Schüler zum Hochschulinformationstag bei StudiumPlus


Berat Kaymaz macht ein Praktikum bei Christmann & Pfeifer

Angelburg/Wetzlar. „Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich auf einem Dorf lebe“, erzählt Berat Kaymaz. Der 31-Türke absolviert derzeit ein Praktikum bei dem Bauunternehmen Christmann & Pfeifer in Gönnern und befasst sich dabei mit einem Projekt zum Building Information Modeling (BIM) – auch das ist Neuland für ihn. Kaymaz nimmt Teil an dem Programm „European Industrial Experience Mittelhessen“ (EIEM) von StudiumPlus.

Das duale Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) bietet seit einigen Jahren Studierenden ausländischer Hochschulen die Möglichkeit, ein Praktikum in einem der über 750 Partnerunternehmen von StudiumPlus zu absolvieren. Im Gegenzug kann StudiumPlus Studierende an diese Hochschulen entsenden. Christmann & Pfeifer hat mit Berat Kaymaz schon den dritten EIEM-Studierenden aufgenommen, zuvor haben junge Leute aus Spanien und Australien ihr Praktikum in Gönnern machen können. Die Erfahrungen sind gut, sagt Geschäftsführer Matthias Acker. „Die Studierenden arbeiten an Projekten, die gerade wirklich aktuell sind bei uns.“

Von Istanbul ins Hinterland

Kaymaz ist seit September in Deutschland und hat zunächst einmal einen Sprachkurs an der THM in Gießen gemacht. Zwei Monate hat er nun an seinem Projekt im Unternehmen gearbeitet: Er befasste sich mit der Bauantragsplanung für ein Lagergebäude, an das Teile angebaut werden sollen. Dabei arbeitete er mit dem Programm Revit, einem Architekturprogramm, mit dem man ein 3D-Modell erstellen kann. Dieses dient als Basis, um das Projekt in einem BIM-Prozess abzuwickeln. Dieser Prozess soll das Bauvorhaben effektiver in der Bauzeit und den Baukosten machen. Kaymaz musste sich damit auseinandersetzen, wie verschiedene Softwareprogramme in diesem Prozess miteinander kompatibel sind. Dabei stieß er auf eine ganze Reihe von Schwierigkeiten und dokumentierte diese – und genau das ist interessant für das Unternehmen. „Wir können diese Informationen sehr gut verwerten“, sagen Acker und Innovationsmanager Stefan Lappe.

Prof. Dr. Gerd Manthei, der bei StudiumPlus für den Bereich Internationalität zuständig ist, betreut die Arbeit von Kaymaz von Hochschulseite aus. Das Fazit seiner Arbeit erläutert der EIEM-Studierende bei einer Präsentation in erstaunlich gutem Deutsch, niedergeschrieben hat er seine Ergebnisse allerdings zunächst einmal in Türkisch. Beim Übersetzen hilft ihm sein Betreuer im Unternehmen, Umut Gedikili. Und bei der Orientierung im mittelhessischen Hinterland stand dem Instanbuler als „Buddy“ ein Alumni, also ein ehemaliger Student von StudiumPlus, zur Seite. Er half auch bei der Wohnungssuche. Untergekommen ist der an die Millionenstadt Istanbul gewöhnte Türke in Hirzenhain. „Eine interessante Erfahrung“, sagt er mit Blick auf das für ihn sehr ungewohnte dörfliche Ambiente.

Und eine gute Erfahrung sei für ihn das gesamte Praktikum. Er habe unbedingt nach Deutschland gewollt, weil das Land für seine gute Ingenieursausbildung bekannt sei, erzählt er. Und außerdem habe er die Sprache lernen wollen. Der 31-Jährige hat bereits einen Bachelor im Bauingenieurwesen und studiert nun Architektur – das Praktikum, das er in Gönnern macht, kann er in sein Studium einbringen.

Nähere Informationen über EIEM von StudiumPlus gibt es unter www.studiumplus.de oder bei Cornelia Fritzsch, 06441/2041-224, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Energieeffizienz und CO2-Reduzierung sind Themen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen, in der Industrie ebenso wie in der Verwaltung. Der Energiemarkt verändert sich stetig, der Klimawandel stellt uns vor Herausforderungen. Der berufsbegleitende und weiterbildende Master-Studiengang Energieeffizienz-Management beim StudiumPlus der Technischen Hochschule Mittelhessen bietet Ingenieurinnen und Ingenieuren mit Berufspraxis die Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet weiter zu qualifizieren. Zum nächstmöglichen Studienstart im April 2018 in Wetzlar kann man sich bis zum 31. Januar bewerben. 

Aktuell durchlaufen neun Studierende als erste den Weiterbildungsstudiengang neben ihrer beruflichen Tätigkeit. Sie alle werden von ihren Unternehmen dabei unterstützt, „anders wäre das auch gar nicht möglich“, sagt Pascal Paulsen, der in einem Ingenieurbüro in Düsseldorf arbeitet, das sich mit technischer Gebäudeausstattung befasst. „Mein Chef hat angeregt, dass ich diese Weiterbildung mache“, erklärt er, „Energieeffizienz ist jetzt schon jetzt ein großes Thema für uns und wir wollen uns in dieser Richtung weiterentwickeln.“ Den Horizont erweitern, sich kontinuierlich weiterentwickeln, das ist das Ziel von Oliver Bender, der bei der Gießerei Weso-Aurorahütte GmbH in Gladenbach arbeitet. Tim Kömpf und Fabian Seimen arbeiten schon jetzt im Bereich Energieeffizienz bei Siemens und wollen ihre Kenntnisse mit dem Master-Studiengang erweitern. 

Weiterbilden im Energieeffizienzmanagement

 Vermittelt werden in vier Semestern wissenschaftliche Kenntnisse über Verfahren und Methoden der Energieeffizienz, beispielsweise Energieumwandlung und Energiespeicherung, energiesparende Verfahren zur Wärme- und Kältebereitstellung oder über erneuerbare Energiequellen. Es gibt fächerübergreifende Module aus Bereichen wie Recht oder BWL, aber auch Wahlpflichtfächer, mit denen die Studierenden ihre eigenen Schwerpunkte setzen können. Der Studiengang bereitet die Absolventen auf eine Tätigkeit in Betrieben mit und ohne eigene Energieerzeugung vor, richtet sich an Beschäftige in der Energiewirtschaft ebenso wie an Energieberater, Klimaschutzbeauftragte oder Bauplaner und alle, die sich mit energieeffizienten Versorgungskonzepten befassen.

„Das Studium neben dem Beruf ist fordernd, aber leistbar, wenn das Unternehmen und auch die Familie dahinterstehen“, sagt Tim Kömpf. Belohnt wird man am Ende mit einem Abschluss auf hohem akademischem Niveau, der für Führungsaufgaben qualifiziert. Abschluss ist der Master of Science.

Nähere Informationen zu dem weiterbildenden Master-Studiengang bei StudiumPlus und zur Bewerbung gibt es im Internet unter www.studiumplus.de oder bei Sandra Bauer, 06441-20141-232, sandra.Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. StudiumPlus nimmt noch bis zum 31. Januar Bewerbungsunterlagen entgegen. 


In neuen großzügigen Räumlichkeiten konnte StudiumPlus am Campus Bad Hersfeld 51 Erstsemester begrüßen: Die dualen Studiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen haben im „Schilde-Forum“ nun deutlich mehr Platz. Die Erstsemester, die ab sofort dort dual studieren, haben sich in den Bachelor-Studiengängen Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft und Ingenieurwesen immatrikuliert.20170921 132557 resized Kopie

„Sie können hier mit optimalen Rahmenbedingungen studieren“, freute sich Campusleiter Prof. Dr. Fabian Tjon. Der neue Campus umfasst 1670 Quadratmeter mit elf Hörsälen inklusive zwei PC-Räumen, vier Gruppenarbeitsräumen sowie Büro- und Aufenthaltsräumen. Etwas ganz besonderes ist das neue Smart-Teaching-Lab mit 3D-Drucker. Tjon freute sich darüber, dass der Campus seit seiner Eröffnung 2010 kontinuierlich gewachsen sei: von 17 auf die Rekordzahl von 144 Studierenden, von 600 Quadratmetern Fläche auf fast 1700. Damit ist Bad Hersfeld die größte der sechs Außenstellen von StudiumPlus. Die neuen Räumlichkeiten böten nun Luft nach oben, so dass weiteres Wachstum möglich sei. „Lassen Sie uns StudiumPlus weiterentwickeln“, appellierte er an die Erstsemester, aber auch an die zahlreichen Gäste aus Hochschule, Politik und Wirtschaft.

Der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne, versprach den Erstsemestern, dass das Campus-Team, die Dozenten und die betrieblichen Betreuer bereit stünden, um sie bei ihrem Studium zu unterstützen und sie auf diesem neuen Lebensabschnitt zu begleiten. „Über 3000 Absolventen haben schon ihren akademischen Abschluss mit uns in der Regelstudienzeit erreicht“, machte er ihnen Mut. Danne dankte besonders den Partnerunternehmen für ihr Vertrauen in die jungen Menschen.

Im Namen dieser über 750 Partnerunternehmen sprach Norbert Müller, Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), in dem die Unternehmen zusammengeschlossen sind. Mit nur einer Handvoll Firmen sei man 2010 gestartet, heute seien es in der Region bereits 81, die für den praktischen Teil des Studiums stehen und Studierende bei sich beschäftigen. „Die Unternehmen investieren gemeinsam mit Stadt, Kreis und Hochschule sehr viel, um Ihnen bestmögliche Bedingungen für Ihr Studium zu sichern“, betonte Müller. Das habe einen Grund: „Wissen ist die wichtigste Ressource!“

Mit 18.000 Studierenden sei die THM die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hessen, sagte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems. „Wir sind eine forschungs- und anwendungsstarke Hochschule“, ergänzte er: Beispielsweise beim hochaktuellen Thema Digitalisierung sei die THM gut aufgestellt – gerade StudiumPlus übernehme eine Vorreiterrolle. „Hier in der Region gibt es viele tolle Firmen, die zum Teil Weltmarktführer sind – wir wollen ihnen helfen, junge Talente an sich zu binden“, sagte Willems.

Darüber freute sich auch die Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Elke Künholz. „Wir arbeiten im Landkreis darauf hin, junge Leute zum Bleiben in der Region zu motivieren.“ Das praxisorientierte Studium sei hochattraktiv für diese: „Sie wissen sofort, für was Sie den Lehrstoff brauchen, weil Sie ihn im Unternehmen anwenden.“

„Wenn man ein Ziel hat und es gemeinsam mit Verbündeten angeht, dann hat man Erfolg“, sagte Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, der den Campus von Anfang an gefördert und unterstützt hat. Das habe schon der Unternehmer Benno Schilde, nach dem der Schilde-Park benannt ist, so gelebt. Den Blick nach vorne solle man daher auch mit dem Besinnen auf die Herkunft verbinden – daher hatte Fehling auch angeregt, in die neuen Räumlichkeiten einen kleinen Museumsraum zu integrieren, der das Arbeitszimmer Schildes rekonstruiert und an den Begründer des Unternehmens erinnert, dessen Gebäude nun unter anderem für ein zukunftsträchtiges Projekt wie StudiumPlus genutzt werden.    

Im Namen der Kommilitonen begrüßte Fabian Kattenpohl aus dem dritten Semester die Neuankömmlinge. Er bestätigte, dass das duale Studium in Bad Hersfeld nicht nur sehr professionell und praxisorientiert sei, sondern vor allem auch persönlich: „Die Dozenten kenne jeden beim Namen und wollen nicht nur Stoff abarbeiten, sondern ganz konkret Wissen für den späteren Beruf vermitteln.“

Erste Erfahrungen damit gemacht hat Laura Nieske, die ihr Studium im Logistikmanagement aufgenommen hat. „Der Stoff ist bisher gut zu schaffen und der Campus ist toll ausgestattet“, sagte sie. Zur Erstsemesterbegrüßung wurde sie von gleich zwei Vertreterinnen ihres Unternehmens Continental in Bebra begleitet – ihrer Betreuerin Lena Helmke und der Teamleiterin Weiterbildung, Antje Geiger. „Laura Nieske hat schon ein Praktikum in unserem Unternehmen gemacht und hatte jetzt einen guten Start ins Studium“, berichtete Geiger. „Wir schätzen die enge Verzahnung von Theorie und Praxis bei StudiumPlus sehr!“

Aktuell werden in Bad Hersfeld die Bachelor-Studiengänge Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft in der Fachrichtung Logistikmanagement, Ingenieurwesen Maschinenbau und Ingenieurwesen Elektrotechnik angeboten. Insgesamt konnte StudiumPlus zum Wintersemester 539 Erstsemester begrüßen, 345 am Campus Wetzlar und die übrigen 194 an den sechs Außenstellen. Damit hat StudiumPlus nun insgesamt 1325 Studierende.


539 Erstsemester konnte StudiumPlus in der Wetzlarer Stadthalle begrüßen. Das ist Rekord – „unser größter Jahrgang bisher“, freute sich der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne. Damit sind zu diesem Wintersemester 1325 Studierende in den dualen Studiengängen der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM)  immatrikuliert.

877 davon studieren in Wetzlar, die anderen an den sechs Außenstellen. Mit diesen Zahlen bleibt StudiumPlus der mit Abstand größte Anbieter dualer Studiengänge in Hessen. Die Erstsemester kommen aber mittlerweile auch in stattlicher Zahl aus Unternehmen außerhalb von  Hessens Grenzen. Etwa 100 von ihnen stammen aus anderen Bundesländern, den weitesten Weg nehmen Studierende aus Hamburg und München auf sich. 345 der Erstsemester werden am Campus Wetzlar in der Spilburg studieren, 194 an den sechs Außenstellen in Bad Hersfeld, Bad Vilbel, Bad Wildungen, Biedenkopf, Frankenberg und Limburg. 447 haben sich für einen Bachelor-Studiengang immatrikuliert, 92 machen den Master.

In der voll besetzten Stadthalle begrüßte Danne die Erstsemester und beglückwünschte sie dazu, dass sie bereits eines der über 750 Partnerunternehmen von sich überzeugt haben. „Sie werden in ihrem Studium das Beste aus zwei Welten kennenlernen, an der Hochschule und im Unternehmen“, sagte er. „In keinem anderen Studium sonst gibt es einen so hohen Praxisanteil!“ StudiumPlus biete engmaschige Betreuung, über 400 hochqualifizierte Dozenten und intensives Qualitätsmanagement – das Ergebnis sei eine Drop-Out-Quote von unter fünf Prozent gegenüber bis zu 40 Prozent Studienabbrechern an Universitäten.

Im Namen der Partnerunternehmen begrüßte Norbert Müller die Erstsemester. Der Vorstandsvorsitzende des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), in dem die Unternehmen organisiert sind. „Wir leben in der Zeit des digitalen Wandels“, betonte Müller. Die Unternehmen benötigten dringend Fachkräfte, die mit ihnen das Neue gestalten, „dafür werden Sie hier qualifiziert.“ Er beglückwünschte die Studienbeginner dazu, dass sie in einer Zeit des Umbruchs neue Entwicklungen mit gestalten könnten. StudiumPlus habe sich des Themas Digitale Transformation früh angenommen und lege großen Wert drauf, die Thematik in allen Studiengängen zu verankern. „Setzen Sie sich Ziele“, gab Müller den Studierenden mit auf den Weg, „vom Ziel kommt die Motivation.“

Auch Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner begrüßte die neuen Studierenden. StudiumPlus sei längst ein unverzichtbarer Standortfaktor für Wetzlar geworden, sagte er. „Die Unternehmen der Region brauchen dringend Fachkräfte, sie profitieren von den Innovationen, die Sie einbringen.“

Der Präsident der THM, Prof. Dr. Matthias Willems, konnte die Erstsemester aus Termingründen nicht persönlich begrüßen, ließ es sich aber nicht nehmen, sie via Videobotschaft bei StudiumPlus willkommen zu heißen. Begrüßt wurden die Studierenden auch von allen Mitgliedern des Direktoriums. So konnten die Erstsemester auch gleich alle Studiengangsleiter kennenlernen.1


StudiumPlus informiert über geplante Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung

Fachleute für die komplexen technischen Elemente in Gebäuden

Ob Lüftungs-, Sanitär-, Heizungs- oder Aufzugsanlagen – egal welcher der zahlreichen Teilbereiche betroffen ist, die moderne Gebäudetechnik wird immer aufwändiger. Fachleute, die bei der Gebäudeplanung das „große Ganze“ der technischen Ausrüstung überblicken, sind gesucht wie nie zuvor. StudiumPlus, das duale Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), begegnet diesem Bedarf mit der Konzeption einer neuen Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung im dualen Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen. Diese startet voraussichtlich zum Wintersemester 2018/19. Wie stets bindet die Hochschule die regionale Wirtschaft in die Entwicklung der Fachrichtung mit ein. Daher luden die Verantwortlichen zu einer Informations- und Diskussionsrunde nach Bad Vilbel ein, die bei den Planungsbüros sowie ausführende Unternehmen der TGA-Branche der Region auf großes Interesse stieß.

„Das neue Studienangebot am Campus in Bad Vilbel soll den Absolventen ein breites Wissen im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) vermitteln“, berichtete Prof. Dr. Jens Minnert, Studiengangsleiter für Bauingenieurwesen. „Die Fachrichtung gliedert sich  in die beiden Vertiefungsfelder Mechanische Anlagen mit den Inhalten Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, und Sanitärtechnik sowie Elektrische Anlagen der Stark- und Schwachstromtechnik“, so Minnert. Etwa 30 Unternehmensvertreter waren gekommen, um ihr Interesse an qualifiziertem Nachwuchs für die TGA-Branche zu bekunden.

 „Toll, dass die THM unser Berufsbild in den Fokus nimmt“, sagte Andreas Klöffel, der das Netzwerk Planer Technische Gebäude-Ausrüstung (TGA) e. V. mitbegründet hat. „Wir suchen händeringend Nachwuchskräfte und diese können wir nun selbst qualifizieren. Mit Hilfe des dualen Studienangebots von StudiumPlus erhalten wir nun junge Talente, die innerhalb von drei Jahren voll einsatzfähig sind.“ „Unsere Studierenden sind an der THM immatrikuliert und haben einen Studienvertrag mit einem der über 750 Partnerunternehmen, die auch eine Vergütung zahlen“, berichtete Prof. Dr. Jens Hossfeld, der bei StudiumPlus für neue Studienangebote verantwortlich ist. „Die Hälfte des Studiums verbringen die Studierenden im Unternehmen, wo sie selbständig in Projekten mitarbeiten und dabei von Professoren begleitet werden.“

Damit die geplante Fachrichtung auch tatsächlich passgenau wird, konnten die Unternehmensvertreter das bislang entwickelte Curriculum besprechen. Während einige der Gäste den Studiengang als zu 100 Prozent passgenau beschrieben, wünschten sich andere beispielsweise einen Ausbau des Wahlpflichtangebots, um die Studierenden noch mehr in die in ihrem Unternehmen notwendige Richtung bringen zu können. „Wir werden versuchen, möglichst viele Ihrer Impulse zu berücksichtigen“, sagte Minnert. Mit Blick auf die firmenspezifischen Anforderungen könnten die Unternehmen selbst aber auch in den Praxisphasen eigene Schwerpunkte setzen. Der Studiengangsleiter freute sich über die zahlreichen Anregungen, die die Hochschule aus den Unternehmen bekam: „Wir werden darauf flexibel reagieren – das ist eine Stärke von StudiumPlus.“

StudiumPlus ist der größte Anbieter dualer Studienangebote in Hessen. Es hat seinen Hauptsitz in Wetzlar und sechs Außenstellen. Aktuell sind insgesamt über 1200 Studierende immatrikuliert. Die aktuell zehn Studiengänge mit insgesamt 20 Fachrichtungen bieten ein akademisches Studium auf hohem Niveau, das sich an den Anforderungen der betrieblichen Praxis ausrichtet.

Nähere Informationen zur Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung gibt es bei Lena Krause, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 06101/34963-483


Festprogramm in der Rittal-Arena mit Blick in die digitale Zukunft

Wetzlar. Zum ersten Mal hat es die Wetzlarer Stadthalle nicht mehr getan - StudiumPlus verabschiedete die Rekordzahl von 422 Absolventen in der Rittal-Arena! Das setzt den vorläufigen Höhepunkt für eine Entwicklung, die mit 25 Absolventen im Jahr 2004 begonnen hat. 318 der Absolventen 2017 haben in Wetzlar studiert, 104 an den Außenstellen in Bad Hersfeld, Bad Wildungen, Biedenkopf und Frankenberg. Die etwa 2.000 Gäste in der Rittal-Arena erlebten nicht nur die feierliche Zeugnisübergabe, sondern ein festliches Programm mit einer Mischung aus Show, Information und Diskussion.

In Wetzlar haben 234 Absolventen einen Bachelor-Studiengang abgeschlossen, 84 haben ihren Master bei StudiumPlus gemacht. Zur Absolventenfeier war auch eine große Zahl von Vertretern der Politik erschienen, von Bundestagsabgeordneten über Landräte bis zu Bürgermeistern. Prof. Dr. Anita Röhm, Geschäftsführende Direktorin des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH) skizzierte bei ihrer Begrüßung die Entwicklung der dualen Studiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM): So seien inzwischen sechs Außenstellen entstanden, immer neue Studiengänge angeboten worden – und das Thema „Digitaler Wandel“ habe inzwischen Eingang in alle Studienpläne gefunden. Eine Entwicklung, die Norbert Müller, als Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), Vertreter von 751 Partnerunternehmen, begrüßte. „Wir stehen an einem Wendepunkt der Wirtschaft“, sagte er, „wir brauchen nichts mehr als Wissen.“ Ihre gute Qualifikation und die im Wandel befindlichen Unternehmen böten den Absolventen viele Chancen, „nutzen Sie diese mit Begeisterung und neuen Ideen und bleiben Sie dabei stets ehrlich und offen“, appellierte Müller.

Dass man den Veränderungen der Wirtschaft und der Welt innovativ entgegentreten muss, das stand auch im Zentrum der Rede von Thomas Sattelberger zum Thema „Arbeit und Führung im Zeitalter der Digitalisierung“. Der Festredner ist Publizist und Manager, er war im Vorstand der Telekom, der Lufthansa und bei Continental. Er zeigte sich als Querdenker, der quer- und freidenken auch von den Absolventen forderte. Sattelberger warf den Führungskräften vieler Unternehmen vor, nur auf Effizienz und nicht auf Innovation zu achten. „Verharren Sie nicht in Routine und Bürokratie, wagen Sie den Sprung ins kalte Wasser“, rief er den Absolventen zu, „seien Sie Täter in Umbruch und Wandel, nicht Opfer.“ Management dürfe nicht selbstgerecht sein, benötigt würden Führungskräfte mit Ecken und Kanten. Wichtig sei ein Perspektivwechsel, um zukunftsfähig zu bleiben. Und wie Norbert Müller riet auch er: „Behalten Sie Ihre Ideale!“

Die Bedeutung der Digitalisierung war Thema eines Podiumsgesprächs. „Der Prozess der Digitalisierung muss damit anfangen dass man fragt, was der Kunde erwartet“, sagte Müller. „Es gibt dafür keine Königsregel, jedes Unternehmen muss das für sich herausfinden“, ergänzte Eberhard Flammer, Präsident der IHK Lahn-Dill. Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner erklärte, für die Umsetzung entsprechender Visionen brauche man Menschen mit Ideen. Und Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der THM, lobte StudiumPlus als Vorreiter bei der Vorbereitung der Studierenden auf die digitale Arbeitswelt. Dass die Absolventen genau die sind, die all das anpacken können, das sagte Timo Schuller, der seinen Master in Prozessmanagement erfolgreich abgeschlossen hat. „Unsere Generation sieht das gelassen – wir sind mit Maus und Tastatur aufgewachsen, sind davon geprägt und sind neugierig auf neue Technik.“ Die Digitalisierung sei ein Prozess, den man mitgestalten könne –„man braucht keine Angst davor zu haben.“

Ängstlich wirkten die Absolventen Colin Blöcher, Johannes-Christopher Hertel und Marc Kamps auch nicht, die im Namen ihrer Kommilitonen sprachen. Sie bedankten sich bei den Partnerunternehmen und beim ganzen Team von StudiumPlus für die kontinuierliche Unterstützung.

Die Feier bot auch den Rahmen für die Auszeichnung der Jahrgangsbesten am Standort Wetzlar. Matthias Acker, Geschäftsführer der C + P Schlüsselfertiges Bauen GmbH ehrte Bettina Dietz mit dem Preis der Christmann & Pfeifer Constructions GmbH & Co. KG als Beste im Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen. Ihr Partnerunternehmen ist das Ingenieurbüro Albus GmbH. Robin Halbe schloss als Bester im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft ab. Er erhielt den Preis der AOK von Karlheinz Löw, Direktor Personal- und Ressourcenmanagement der AOK Gesundheitskasse Hessen. Sein Partnerunternehmen ist die Krombacher Brauerei Schadenberg GmbH & Co. KG.

Den Preis der LTi Motion GmbH für den Bachelor-Studiengang Ingenieurwesen übergab deren Geschäftsführer Dr. Josef Wiesing an Joscha Schmidt, der bei der ovag Netz AG studiert hat. Beste Absolventin im Bachelor-Studiengang Organisationsmanagement in der Medizin ist Marianne Barth von der Kerkhoff-Klinik GmbH. Den Preis der Kerckhoff Klinik übergab deren Geschäftsführer Ulrich Jung. Beste Absolventin im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist Lisa Velten, deren Partnerunternehmen Elkamet Kunststofftechnik GmbH ist. Sie wurde von Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rittal GmbH & Co. KG, mit dem Preis der Friedhelm Loh Group ausgezeichnet.

Im Master-Studiengang Prozessmanagement war Lisa Staubach am erfolgreichsten. Ihr Partnerunternehmen ist die CWS-boco Supply Chain Management GmbH. Den Preis der Hexagon Metrology GmbH übergab deren Personalleiter Rüdiger Hahn. Norbert Müller überreichte den Preis des CCD an Pascal Wielsch, der im Master-Studiengang Systems Engineering am besten abgeschnitten hat und der bei Pfeiffer Vacuum studiert hat. Bester Absolvent des Master-Studiengangs Technischer Vertrieb ist Niels Bücker. Sein Partnerunternehmen ist die Weber Maschinenbau GmbH, den Preis der Schunk GmbH erhielt er aus den Händen von Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group.

Schließlich gab es noch den Preis für besonderes soziales Engagement. Er wurde in diesem Jahr vom Rotary Club Wetzlar gleich zweimal vergebenen: An Alexander Gaul von der TransPak AG und an Robin Halbe, der damit seine zweite Auszeichnung erhielt. Der Präsident der Wetzlarer Rotarier, Dr. Dieter Hohl, gratulierte den beiden.

Für Unterhaltung sorgten zwischendurch die Band „Lebendig“ und der Artist TJ-Wheels mit seiner waghalsigen Balance-Show. Im Anschluss startete dann die große After-Show-Party im Foyer der Rittal-Arena.


Liebe Studierende,

ab dem 03.07.2017 stellen wir Ihnen ein neues System zur Verfügung: OsPlus (= OnlineServicePlus).

OsPlus löst die Funktionen News und Stundenplan-Download des SPIC vollständig ab, d.h. dass Sie ab diesem Zeitpunkt News und Stundenpläne ausschließlich über OsPlus erhalten.

Sie finden das System unter https://osplus.zdh.thm.de/osplus/main. Als Login verwenden Sie bitte Ihren THM-Account.

Sollten Sie Probleme beim Login haben, wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zum Start stellt OsPlus folgende Punkte in einer Desktop-Anwendung zur Verfügung:

  • News
  • Mein Stundenplan
  • Wochenplan
  • Monatsplan
  • Stundenplan abonnieren
  • Wichtige Links

Weitere Punkte sind geplant.

Hinweis: Zum WS 17/18 ist auch eine App für iOS und Android in Arbeit. Sobald diese im AppStore erhältlich ist, informieren wir Sie umgehend.


Liebe Studierende,

um vorübergehend wieder in vollem Umfang auf Ihr SPIC-Konto und damit auf Stundenpläne, Downloads, Abfragen, etc. zugreifen zu können, bitte ich Sie folgende Schritte durchzuführen:

  1. Öffnen Sie folgenden Link: https://archiv.studiumplus.de/wps/splus/home/studiumplus/spic_log_reg/
  2. Sie erhalten nun einen Warnhinweis, dass die Seite nicht sicher sei. Das liegt daran, dass momentan ein neues SSL-Sicherheitszertifikat eingespielt wird. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Die Seite ist weiterhin sicher. Sobald das neue Zertifikat aktiv eingebunden ist, wird der Hinweis nicht mehr erscheinen.
    • Internet-Explorer: Klicken Sie einfach auf das rote Schild mit dem Text: Continue to this website (not recommended).
    • Edge: Klicken Sie zunächst auf „Details“ und danach auf „Website trotzdem laden“.
    • Firefox: Klicken Sie zunächst auf „Erweitert“ und danach auf „Ausnahme hinzufügen“. In dem neuen Fenster reicht es dann, wenn Sie auf „Sicherheits-Ausnahmeregel hinzufügen“ klicken.
    • Chrome: Klicken Sie zunächst auf „Erweitert“ und danach auf „Weiter auf archiv.studiumplus.de/....“.
  3. Sie können sich nun wieder ganz normal einloggen.
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Liebe Studierende,

herzlichen Dank für das überragende Feedback! Unsere Studierenden haben beim CHE Hochschulranking 2017/18 StudiumPlus exzellent bewertet.

Der duale Studiengang Betriebswirtschaft hat bundesweit Platz 2 erreicht. Hier wurden insgesamt 69 ausschließlich duale Anbieter gelistet.
Beim dualen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen wurden duale und nicht duale Studiengänge gemeinsam bewertet. Hier hat es StudiumPlus von insgesamt 149 Hochschulen auf Platz 10 und damit unter die Top Ten geschafft.

Die beiden Studiengänge kamen insbesondere bei den Kategorien: Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit, Unterstützung am Studienanfang und im Studium, IT-Infrastruktur und Räume in die Spitzengruppe. Darauf sind wir besonders stolz.

Das vollständige Ranking gibt es online unter: https://ranking.zeit.de/che/de/

StudiumPlus zeichnet sich aus durch ein hochwertiges Studium: Persönlich, professionell und praxisnah.

Dies gelingt uns seit vielen Jahren durch vertrauensvolle Zusammenarbeit von Hochschule, Partnerunternehmen und Studierenden.


Wir freuen uns sehr, Ihnen unsere neue Homepage präsentieren zu dürfen. Hier finden Sie ab sofort alle wichtigen Informationen rund um das Studium bei StudiumPlus.

Natürlich optimieren wir unseren neuen Auftritt auch weiterhin. Wir wünschen viel Spaß auf unserer neuen Homepage. Für Feedback und Rückfragen steht Ihnen Frau Janika Wiesner aus dem Marketing jederzeit zur Verfügung.

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Janika Wiesner
Öffentlichkeitsarbeit

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