Großes Interesse an StudiumPlus, dem dualen Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus (CCD): 430 Schülerinnen und Schüler kamen im Rahmen der Hochschulinformationstage zu StudiumPlus nach Wetzlar. Dabei informierten sowohl Hochschul- als auch Unternehmensvertreter über das duale Studium. Auch Studierende berichteten über ihre Erfahrungen bei StudiumPlus. 430 Schler beim Hochschulinformationstag von StudiumPlus web

Eine wichtige Weichenstellung sei die Entscheidung, wie es nach der Schulzeit weitergehen soll, betonte Prof. Dr. Harald Danne, Leitender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH). Die meisten der Schüler, die sich im Ernst-Leitz-Saal auf der Spilburg versammelt hatten, sind derzeit in der zwölften Klasse, einige stehen aber auch schon kurz vor dem Abitur. Kein Problem, versicherte Danne – auch jetzt sei es noch möglich, sich auf offene Stellen in den über 800 Partnerunternehmen von StudiumPlus zu bewerben. Die jungen Leute kamen zum Teil von weit her, um sich zu informieren: nicht nur aus dem Lahn-Dill-Kreis, dem Landkreis Gießen und dem Landkreis Marburg Biedenkopf, sondern auch aus Hanau oder Fulda. 

Danne stellte ihnen die THM mit ihren 18.000 Studierenden vor, zu denen die derzeit 1.410 Studierenden von StudiumPlus gehören. „5.000 dual Studierende gibt es insgesamt in Hessen, wir sind der weitaus größte von den 17 Anbietern“, betonte Danne. Was es braucht, um dual zu studieren? „Sie müssen neugierig sein und wissen wollen, wie es in der Praxis aussieht!“

Dann habe man die Chance, schon im Studium an der Startphase der vierten industriellen Revolution mitzuwirken, sagte der CCD-Vorstandsvorsitzende Norbert Müller, der im Namen der Partnerunternehmen informierte. Die Digitalisierung werde die Wirtschaft und die Unternehmen komplett verändern – das biete einen weiten Horizont von Möglichkeiten für junge Menschen: „Die Unternehmen wollen Sie als Zukunftsträger!“ Daher sorge das CCD auch für das „Plus“ im dualen Studium, das intensive Betreuung in kleinen Gruppen und eine hervorragende Ausstattung ermögliche. Und dafür, dass man schon im Studium kennenlernen könne, wie ein Unternehmen funktioniert.

Die Schüler wurden von den Studiengangsleitern über einzelne Studiengänge mit ihren Fachrichtungen informiert: Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen Maschinenbau, Ingenieurwesen Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Softwaretechnologie und Organisationsmanagement in der Medizin. Außerdem berichteten Unternehmensvertreter und Studierende von ihren Erfahrungen. „Wer von außen ins Unternehmen kommt, braucht mindestens ein Jahr zur Einarbeitung“, sagte Marion Gottschalk, Geschäftsführerin der Ille Papier-Service GmbH in Altenstadt. Wer als dual Studierender schon im Studium im Unternehmen war, könne hingegen nach seinem Abschluss sofort loslegen. Beziehungsweise schon während des Studiums: „Herzstück sind die Projekte in der Praxisphase“, sagte Gottschalk – sie würden auch immer im Unternehmen umgesetzt.

Das bestätigte Maximilian Schmidt, der im fünften Semester Betriebswirtschaft studiert und dessen Partnerunternehmen die Ille Papier-Service GmbH ist. „Das macht stolz, wenn ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitern das eigene Projekt umsetzt!“ Als weiteren Vorteil nannte er die gute Betreuung: „Der Dozent hat ein Interesse, dass ihr den Stoff verstanden habt.“ Von Vorteil sei es auch, dass viele Dozenten aus der Praxis kommen und erzählen könnten, was aktueller Stand ist. Ein wichtiger Faktor sei auch das Gehalt, dass die Unternehmen den Studierenden zahlen, auch in der Zeit, in der sie nicht im Unternehmen, sondern an der Hochschule sind: „Ihr müsst nie jobben!“