20. Jahrgang und 10 Jahre Hochschulstandort Wetzlar

Die 19. Rekordzahl in Folge kann Prof. Dr. Harald Danne, Leitender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), zum Start des Wintersemesters bei StudiumPlus verkünden: Mit 444 Erstsemstern klettert die Gesamtstudierendenzahl von 1.601 auf nunmehr insgesamt 1.815 Studierende. In Wetzlar beginnen 261 Erstsemester, an den sechs Außenstellen 183.

„Neben Wetzlar mit nun 1.114 Studierenden entwickeln sich auch die Außenstellen von StudiumPlus sehr gut“, sagt Danne. In Biedenkopf und Frankenberg sind mittlerweile über 100 Studierende immatrikuliert, in Bad Hersfeld und Bad Vilbel bereits fast 200. Weitere Steigerungen verzeichnen auch Bad Wildungen und Limburg. Das Wintersemester 2020/21 werde ein hybrides sein: „Wir gehen mit einem Großteil der Veranstaltungen wieder in die Präsenz.“ Das sei von den Studierenden trotz gut funktionierender digitaler Veranstaltungen ausdrücklich gewünscht. „StudiumPlus lebt vom persönlichen Austausch“, so Danne. Das hybride Semester werden unter Beachtung aller Hygieneregeln der THM und des Landes Hessen abgehalten, mit Abstandsregeln, Maskenpflicht außer an den Sitzplätzen, fester Zuordnung von Hörsälen zu bestimmten Studierendengruppen und genau gekennzeichneter Wegeführung. 444 Erstsemester sorgen fr Rekordzahl bei StudiumPlus MS

Die offizielle Begrüßung der Erstsemester ist wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in der Stadthalle möglich, Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner gratuliert ihnen auf digitalem Wege, sich in der Zeit des Umbruchs für ein duales Studium entschieden zu haben. „Gerade in einer solchen Phase kann man im Unternehmen an interessanten Entwicklungen teilhaben.“ Und der der neue Vorstandsvorsitzende des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), Uwe Hainbach, rät den Erstsemstern, sich zu prüfen, woran sie wirklich Spaß haben und wofür sie Talent haben, um den Anforderungen des Berufs auf Dauer gewachsen zu sein und Erfüllung darin zu finden. Er wünscht ihnen auf diesem Weg viel Erfolg und Freude. Auch Landrat Wolfgang Schuster wünscht den Erstsemestern einen guten Start: Mit ihrer Entscheidung für StudiumPlus eröffneten sich neue Zukunftsperspektiven – inklusive Selbstbestätigung und Existenzsicherung. Eine gute Ausbildung, Weiterbildung, Qualifizierung und „Lernen ein Leben lang“ sei insbesondere für junge Menschen wichtiger denn je.

StudiumPlus feiert den 20. Jahrgang und in Wetzlar auch ein besonderes Jubiläum: In diesem Monat jährt sich der Senatsbeschluss der damaligen Fachhochschule Gießen-Friedberg (heute Technische Hochschule Mittelhessen/THM), der Wetzlar zum offiziellen Hochschulstandort machte. „Das Erfolgsmodell StudiumPlus war in Wetzlar immer sehr willkommen“, sagt Wagner. Die Stadt habe sich von Anfang an stark für StudiumPlus engagiert. „Dass wir Hochschulstandort sind, ist ein wesentliches Signal für den Wirtschaftsstandort Wetzlar, StudiumPlus prägt maßgeblich das Profil der Stadt!“, sagt Wagner. „Wir sind hier stark industriegeprägt und Fachkräftegewinnung ist daher ein wichtiges Thema.“ Er freue sich, dass mittlerweile auch viele Studierende von außerhalb in die Region kommen, um in Wetzlar dual zu studieren. StudiumPlus wächst auch in der Fläche: 2002 mit Büro- und Hörsaalfläche von 841 Quadratmetern gestartet, verfügt StudiumPlus heute in Wetzlar und an den Außenstellen über 12.500 Quadratmeter.

Darin, den Erfolgskurs von StudiumPlus zu halten, sieht der frisch ins Amt gewählte CCD-Vorstandsvorsitzende Uwe Hainbach seine Aufgabe. Es gelte weiterhin, Talente in der Region zu halten und qualifizierten Nachwuchs für die Firmen bereitzustellen. „Es wird nur gelingen, junge Leute zu gewinnen, wenn wir uns mit unserem Studienangebot an aktuelle Entwicklungen anpassen.“ Sehr wichtig sei es ihm auch, den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Unternehmen zu verfestigen und auszubauen, denn dies sei ein großer Zusatznutzen für alle Beteiligten.

„Ich habe in meinem Leben zu viel Wandel erlebt, um davor Angst zu haben“, sagt Hainbach, der Geschäftsführender Gesellschafter der Christmann + Pfeiffer Gruppe und Präsident der IHK Lahn-Dill war. Es reize ihn, als CCD-Vorstandsvorsitzender Teil dieses Wandels zu bleiben und an den aktuellen Entwicklungen mitzuwirken. Aktuell hat das CCD 965 Partnerunternehmen, die für den praktischen Teil des dualen Studiums stehen. Laut Hainbach gibt es viele Gründe, Mitglied zu werden: „Man kann Mitarbeiter motivieren, indem man sie an wichtigen Themen mitwirken lässt – so gewinnt man Nachwuchskräfte, die hinter dem Unternehmen stehen.“ Die Partnerunternehmen könnten zudem vom Wissenspool profitieren, auch wenn sie aktuell keinen Studierenden im Unternehmen haben.

Für die Zukunft gelte es, Offenheit zu bewahren und mit neuen Studiengängen flexibel auf neue Schwerpunkte zu reagieren. Mit dem im Wintersemester 2021/22 startenden Master-Studiengang „Future Skills und Innovation“ gehe man in die richtige Richtung. Wegen der Umstellung der Bachelor-Studiengänge auf sieben Semester und der Master-Studiengänge auf drei Semester starten die Master-Studiengänge künftig im Sommersemester – Ausnahme ist der Master-Studiengang „Future Skills und Innovation“, der erstmals im Wintersemester 2021/22 starten wird. Aktuell hat das duale Studienprogramm 111 Master-Studierende. Für alle Master-Studiengänge nimmt StudiumPlus gerne noch Anmeldungen entgegen.