„Wenn es StudiumPlus nicht gäbe, müsste man es erfinden“

Der Hessische Minister der Finanzen Michael Boddenberg war am Biedenkopfer Campus von StudiumPlus zu Besuch. Vor Ort machte der Minister sich ein Bild vom dualen Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und tauschte sich mit den Verantwortlichen aus. Dabei lobte Boddenberg das duale Studium als ideale Verbindung von betrieblicher und akademischer Ausbildung. Begleitet wurde er vom Landtagsabgeordneten Dr. Horst Falk. Hessischer Finanzminister zu Gast am Campus Biedenkopf web

THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems verwies beim Besuch des Finanzministers auf die Bedeutung von Hessens größter Hochschule für angewandte Wissenschaften für die Gewinnung von Fachkräften. Die THM-Absolventen der letzten zehn Jahre erbrächten eine jährliche wirtschaftliche Leistung von ca. 2 Milliarden Euro – 800 Millionen Euro davon in Hessen. „Als anwendungsnahe Hochschule qualifizieren wir unsere Studierenden in enger Abstimmung mit den hessischen Unternehmen und entwickeln gemeinsam Studiengänge, die dem Fachkräftebedarf der heimischen Wirtschaft gerecht werden“, berichtete Willems.

Bei einem Rundgang über den Campus erlebte der Finanzminister die moderne Infrastruktur, die bei StudiumPlus auch am Hauptsitz in Wetzlar sowie an den anderen fünf Außenstellen zu finden ist. Coronabedingt finden die Lehrveranstaltungen zurzeit ausschließlich digital statt, aber das soll nicht so bleiben: „Wir schaffen gerade so genannte Hörsäle der Zukunft“, erzählte Prof. Dr. Jens Minnert, Geschäftsführender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums (ZDH). „Dafür statten wir alle Vorlesungsräume so mit Medientechnik aus, dass sie sich für die Lehre in Präsenz eignen, gleichzeitig aber die Möglichkeit bieten, alle Lehrveranstaltungen digital zu übertragen.“

Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei erläuterte an Hand von zwei ganz speziellen Fachrichtungen im Bachelor-Studiengang Ingenieurwesen Maschinenbau die enge Kooperation von StudiumPlus mit den regionalen Unternehmen. „Sowohl die Fachrichtung Hygiene Design, mit der wir Fachkräfte für den Lebensmittelmaschinenbau qualifizieren, als auch die Fachrichtung Formgebung, die speziell wegen des Nachwuchsbedarfs im Bereich Werkzeugbau entwickelt wurde, bieten wir exklusiv am Standort Biedenkopf an. In der Region sind viele Unternehmen beider Branchen ansässig, die wegen entsprechender Studienangebote auf uns zu gekommen sind.“

Michael Parsch, Vorstandsmitglied des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e. V., dem Verein der über 970 Partnerunternehmen, berichtete von seiner Erfahrung als Geschäftsführer der Elkamet Kunststofftechnik GmbH mit StudiumPlus: „Wir sind seit dem ersten Jahrgang vor 20 Jahren dabei und qualifizieren Studierende gemeinsam mit der THM – insgesamt über 150. Ohne StudiumPlus wären wir nicht da, wo wir heute sind.“

Dr. Horst Falk, MdL, der dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst im Hessischen Landtag angehört, äußerte seine Freude über den StudiumPlus-Standort in Biedenkopf wie folgt: „Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen ist elementar für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Studenten und Studentinnen haben so die Möglichkeit, von Beginn an in heimischen Unternehmen Fuß zu fassen. Die Entwicklung der THM in den vergangenen Jahren zeigt, dass sich das Modell StudiumPlus als voller Erfolg herausgestellt hat.“  

Am Ende war Minister Boddenberg voll des Lobes für das duale Studienprogramm: „Bei meinen Besuchen in den hessischen Unternehmen begegnet mir der ausgezeichnete Ruf von StudiumPlus immer wieder. In den nächsten Jahren bekommen wir ein riesiges demographisches Problem, das zur Verstärkung des Fachkräftemangels insbesondere im ländlichen Raum führen wird. Das duale Studium bietet großes Potential, um dem entgegenzuwirken. Zudem eignet es sich ideal, um betriebliche Auszubildende nach dem erfolgreichen Abschluss weiterzuqualifizieren. Wenn es StudiumPlus nicht gäbe, müsste man es erfinden.“