StudiumPlus stellt seine Studiengänge bei Smart Meetings vor

Normalerweise drängen sich die Schülerinnen und Schüler bei StudiumPlus, wenn das duale Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. zu den Hochschulinformationstagen (HIT) einlädt. In diesem Jahr wurden die Informationen über die dualen Studiengänge aufgrund der Coronavirus-Pandemie digital vermittelt: Die Teilnehmer konnten sich zu verschiedenen Vorträgen einwählen, je nachdem, für welchen der dualen Studiengänge sie sich interessierten. Verantwortliche der Hochschule und der Partnerunternehmen stellten den Aufbau und die Inhalte der Studiengänge vor und gaben einen Einblick, wie die Praxisphasen in den Firmen organisiert sind. Auch im digitalen Format war HIT bei StudiumPlus ein voller Erfolg. Über 500 schalteten sich zu und nutzten ausgiebig die Gelegenheit, Fragen zu stellen. HIT Foto 2 web

„Vor Ihnen liegt eine wichtige Entscheidung“, sagte Prof. Dr. Harald Danne, Leitender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH) in einer kurzen Begrüßung. Mit der Wahl des Studienfachs werde eine Weiche für das spätere Leben gestellt. Bei StudiumPlus seien Theorie und Praxis eng verzahnt, das biete viele Vorteile: „Bei uns können Sie Gelerntes in den Unternehmen gleich anwenden. „Das ist eine spannende Zeit“, sagte auch Uwe Hainbach, der als Vorstandsvorsitzender des CCD die Teilnehmer im Namen der 950 Mitgliedsunternehmen begrüßte. In diesen Unternehmen würden die Studierenden von Anfang an ernst genommen – „das ist motivierend“, stellte Hainbach heraus.

Die Studiengangsleiter erläuterten auf mehreren Kanälen in digitalen Meetings die Besonderheiten der dualen Bachelor-Studiengänge. Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen Elektrotechnik, Ingenieurwesen Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Softwaretechnologie und Management in der Medizin „Mit 950 Partnerunternehmen und über 1.800 Studierenden ist StudiumPlus der größte duale Anbieter in Hessen“, sagte Prof. Dr. Fabian Tjon, der den Studiengang Betriebswirtschaft vorstellte. Sieben Bachelor-Studiengänge mit insgesamt 20 Fachrichtungen bietet StudiumPlus in Wetzlar und an sechs Außenstellen in Bad Hersfeld, Bad Vilbel, Bad Wildungen, Biedenkopf, Frankenberg und Limburg an. Alle umfassen sieben Semester, die die Studierenden wechselweise an der Hochschule und im jeweiligen Partnerunternehmen verbringen, so dass Theorie und Praxis sich abwechseln und ineinander verschränkt sind.  

Denn das ist das Besondere, erläuterte auch Prof. Dr. Jens Minnert, der den Studiengang Bauingenieurwesen präsentierte: Die Interessenten bewerben sich bei den Unternehmen, die die Auswahl treffen, anschließend immatrikulieren sie sich an der Hochschule. Einen Numerus Clausus gibt es auf keinen der Studiengänge, dafür müsse man das Unternehmen von sich überzeugen, so Minnert. Dabei sei es oft wichtiger, dass „die Chemie stimmt“ als das im Zeugnis nur Einser stehen.

Eine Besonderheit des dualen Studiums sei auch die geringe Abbruchquote. Etwa 95 Prozent der Studierenden absolvieren ihr Studium in der Regelstudienzeit. Grund dafür sei laut Prof. Dr. Jens Hoßfeld, der den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen vorstellte, der Unterricht in kleinen Gruppen. Dazu komme die enge Betreuung sowohl an der Hochschule als auch in den Unternehmen.

Denn dort kümmert man sich intensiv um die Studierenden, wie Marion Gottschalk, Geschäftsführerin der Ille Papier-Service GmbH und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des CCD, berichtete. „Die Projektphasen im Unternehmen sind das Herzstück von Studium Plus“, lobte Gottschalk. Was dabei erarbeitet werde, werde auch umgesetzt. „Sie können sich sicher sein, dass sie nach der Zeit im Unternehmen alle Bereiche kennengelernt haben, vielseitig einsetzbar sind und optimale Chancen im Unternehmen haben – nicht nur bei Ille“, erläuterte sie.

Maximilian Wischer, der bei Ille dual studiert, ergänzte: „Man übernimmt viel Verantwortung, aber man bekommt auch viel Unterstützung!“ Dieser Ansicht war auch Emily Eyrich, die im dritten Semester Bauingenieurwesen bei der Adolf Lupp GmbH & Co. KG studiert: „Wir Studierenden übernehmen feste Aufgaben und haben sehr gute Chancen auf eine Übernahme nach dem Studium.“ Von Anfang an seien die Studierenden auf der Baustelle eingebunden, sagte auch Michael Fuchs, Technischer Geschäftsführer bei Lupp.

Dass die Studierenden schon ab dem Vorpraktikum fest ins Unternehmen integriert werden, hob auch Anke Wojtynowski-Scharf hervor, die bei der Friedhelm Loh Group für die aktuell etwa 90 dual Studierenden zuständig ist: „Sie erwerben bei uns vielfältige Kompetenzen und sind eng in das Unternehmen eingebunden.“

Auch wenn es zunächst um den Start ins Studium ging, stellte Prof. Dr. Michael Guckert auch die dualen Master-Studiengänge vor, die sich an den erfolgreichen Abschluss eines Bachelor-Studiengangs anschließen könnten. Dabei stellte er klar, dass auf ein duales Bachelor-Studium auch ein „normaler“ Master folgen könne und umgekehrt.

Im Anschluss an die Vorträge machten die Teilnehmer regen Gebrauch von der Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sowohl die Verantwortlichen von Hochschule und Unternehmen als auch die Studierenden gaben Auskunft, beispielsweise zur hohen zeitlichen Beanspruchung durch das duale Modell, die einige befürchteten: „Man hat zwar keine Semesterferien, aber dafür Urlaub und durchaus noch ausreichend Freizeit“, beruhigte Emily Eyrich.

Bewerben solle man sich in der Regel ein Jahr vor Schulabschluss, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt könne ein Versuch noch sinnvoll sein. Weil die Bewerberzahl bisweilen sehr hoch sei, solle man sich bei mehreren Unternehmen bewerben, erfuhren die Studieninteressierten. Eine ständig aktualisierte Übersicht der Partnerunternehmen und über freie Studienplätze findet man unter www.studiumplus.de.