Ganz im Sinne der engen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft ist es bei StudiumPlus Tradition, dass sich das Kuratorium in regelmäßigen Abständen in einem der über 770 Partnerunternehmen trifft. Die jüngste Sitzung fand nun bei der Firma Zeiss statt. Vorab hatten die Mitglieder Gelegenheit, die Fertigung des Optikunternehmens zu besichtigen, das am Standort Wetzlar für den Bereich Sports Optics sowie für die Produktion von Präzisionsmaschinen für die Halbleiterfertigung aktiv ist.  Die Mitglieder des Kuratoriums von StudiumPlus trafen sich bei der Firma Zeiss. Empfangen wurden Sie dort vom Stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums Burkhard Kramer (5. v. r.), der unter anderem den THM-Präsidenten und Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Matthias Willems (l.), den Vorstandsvorsitzenden des CCD Norbert Müller (7. v. r.) sowie den Leitenden Direktor des ZDH Prof. Dr. Harald Danne (3. v. r.) begrüßen konnte.

Das Kuratorium setzt sich aus Vertretern der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und Vertretern der im CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD) organisierten Unternehmen zusammen. Gemeinsam arbeiten die Partner an der Optimierung der Studieninhalte und stimmen Theorie und Praxis der Studiengänge so aufeinander ab, dass die Studierenden optimal auf die fachlichen Anforderungen im Unternehmen vorbereitet sind. Das Kuratorium gibt beispielsweise Empfehlungen zur Entwicklungsplanung dualer Studiengänge oder zur Bildung von Schwerpunkten in Forschung und Lehre. Stellvertretender Vorsitzende des Kuratoriums ist Burkhard Kramer, Ausbildungsleiter bei Zeiss. Er begrüßte die Mitglieder des Kuratoriums in dem Unternehmen, das weltweit über 27000 Mitarbeiter beschäftigt – ca. 500 davon in Wetzlar. „Als Gründungsmitglied von StudiumPlus halten wir auch in Zukunft ganz bewusst am dualen Studium fest, da es für uns ein optimales Instrument ist, Fachkräfte für den Standort Wetzlar zu qualifizieren“, so Kramer.

Der THM-Präsident und Vorsitzende des Kuratoriums Prof. Dr. Matthias Willems wies auf den Einsatz der hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) bei der Förderung der praxisorientierten dualen Studienformate. Mit der Tatsache, dass StudiumPlus der mit Abstand größte Anbieter sei, hielt er dabei nicht hinter den Berg: „An allen HAWs in Hessen zusammen gibt es 3045 dual Studierende in Kooperation mit 1415 Unternehmen. Auf unser duales Programm entfallen 1350 Studierende und mehr als die Hälfte aller am dualen Studium beteiligten Unternehmen.“

Der Verantwortliche für diese über 770 Partnerunternehmen, CCD-Vorstandsvorsitzender Norbert Müller, wies bei der Sitzung auf die Mitgliederversammlung des Vereins am 4. Juli hin. Außerdem lud er die Kuratoren zur Absolventenfeier am 9. August in die Rittal Arena ein. Ein Thema das Müller besonders am Herzen liegt, ist die Digitalisierung. „Unsere Partnerunternehmen bestmöglich für die Umbrüche durch die digitale Transformation zu wappnen, damit sie so nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können, ist unser Ziel“, so Müller. Daher plane StudiumPlus für den 22. September eine ganztägige Veranstaltung für alle Bachelor-Studierenden des fünften Semesters, die auch den Unternehmensvertretern offen stehe.

Der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne, bedankte sich für die Gastfreundschaft der Firma Zeiss und verwies auf das jahrelange intensive Engagement des Optikherstellers für StudiumPlus. „Bereits vor über 15 Jahren haben wir das erste Mal eine Kuratoriumssitzung hier abgehalten. Es ist schön zu sehen, wie viele dual Studierende die Carl Zeiss GmbH seitdem qualifiziert hat – nämlich insgesamt 32! Besonders die Halbleitersparte des Unternehmens hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen und bietet so hervorragende Zukunftsperspektiven für den Standort Wetzlar. Die dort gefertigten Komponenten zur Herstellung von Mikrochips bringt das Zukunftsthema Digitalisierung voran – und damit Bereiche wie künstliche Intelligenz, Blockchain und digitale Kundenbeziehungen.“