Biedenkopf. Mathematik, Informatik, Technische Mechanik – wofür braucht man diese Fächer eigentlich? Beim Technikmodul am Campus Biedenkopf sollten das die Erstsemester der dualen Ingenieur-Bachelorstudiengänge erfahren. Und zwar – wie stets bei StudiumPlus – ganz praktisch. Denn nach der Vermittlung von theoretischem Wissen dürfen die Studierenden aus Technik-Lego ein Rennauto bauen. Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig begrüßte sie zum Auftakt des zweitägigen Moduls. 

Bürgermeister Joachim Thiemig (vorne, 8. von rechts) begrüßte die 71 Erstsemester, die am Technikmodul teilnahmen. „Das ist ein wirklich gelungener Ansatz, Theorie und Praxis zu verbinden“, sagte Thiemig, dem es sichtlich in den Fingern juckte, sich ebenfalls mit dem Technik-Lego zu beschäftigen. „Sie können gerne mitspielen“, lud Campusleiter Prof. Dr. Manthei ihn ein, aber natürlich ging es nicht nur ums Spielen. Die Aufgabe bestand darin, ein Auto mit Motor und programmierbaren Sensoren so zu konstruieren, das es möglichst schnell um eine Pylone fährt, ohne aus der Kurve zu fliegen. Daran erkannten die Studierenden schnell, wofür die gelegentlich ungeliebten Fächer notwendig sind. Selbst Wirtschaftswissenschaft gehörte dazu, denn schließlich sollte die Konstruktion auch möglichst wirtschaftlich sein, ganz wie im wirklichen Leben. 

Das Technikmodul ist für alle Erstsemester, die Bachelor-Studiengänge in Maschinenbau oder Elektrotechnik belegt haben, verpflichtend. In Biedenkopf wird das Modul für die Erstsemester aller Außenstellen des dualen Studienprogramms der Technischen Hochschule Mittelhessen angeboten – diesmal war es die Rekordzahl von 71 Studierenden, die aus Bad Hersfeld, Limburg und Bad Vilbel nach Biedenkopf gekommen waren, um mit den dortigen Erstsemestern zu tüfteln. Und dabei hatten sie eine Menge Spaß, denn am Ende galt es, bei einem Rennen den Sieger zu ermitteln. Bestens vorbereitet wurden sie von Campusleiter Manthei, Prof. Dr. Thorsten Beck und Prof. Dr. Werner Bonath. Und nebenbei lernten sie auch ihre Kommilitonen aus den anderen Außenstellen kennen – und zur Freude von Bürgermeister Thiemig auch Biedenkopf.