StudiumPlus ist ein System, das sich selbst bestätigt“ - das sagte der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Gießen, Dr. Christoph Ullrich, bei seinem Besuch bei StudiumPlus in Wetzlar. Denn wenn das Konzept der dualen Hochschulstudiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) nicht aufginge, würden die Unternehmer nicht investieren und keine Studierenden mehr schicken. „Das ist eine stetige Erfolgskontrolle und der Garant, das man nicht am Bedarf der Wirtschaft vorbei qualifiziert“, sagte Ullrich. Dr. Christoph Ullrich (Mitte) informierte sich bei Prof. Dr. Harald Danne (rechts) und Norbert Müller über aktuelle Entwicklungen bei StudiumPlus.

Darin bestätigte ihn Norbert Müller, Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD). In diesem sind mittlerweile über 770 Partnerunternehmen Mitglied, beim Start von StudiumPlus vor 17 Jahren waren es 30. StudiumPlus sei für die Unternehmen interessant, weil diese in die Entwicklung der Studiengänge eingebunden seien – eine einmalige Verzahnung von Theorie und Praxis, Hochschule und Wirtschaft. Dass diese Mischung auch für die Studierenden optimal ist, zeige die hohe Weiterempfehlungsrate von 95 Prozent bei den Alumni, freute sich der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne. Zur Zufriedenheit der Studierenden trage nicht nur die geringe Abbrecherquote von lediglich fünf Prozent bei, sondern auch die enge Betreuung durch die Professoren, die die Studierenden regelmäßig auch in den Unternehmen aufsuchen und dort mit den Betreuern von Seiten der Unternehmen zusammenarbeiten. „Unsere Studierenden werden nie alleine gelassen und können zugleich im Unternehmen schon verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen“, erläuterte Danne.

Ullrich zeigte sich erfreut, dass das erfolgreiche duale Studium aus Mittelhessen heraus entwickelt wurde und mit seinen sechs Außenstellen in die Fläche gegangen ist. Es sei ein Faktor, der die Region attraktiv mache und Arbeitskräfte binde. Auch Wissenschaftsminister Boris Rhein habe kürzlich im Hessischen Landtag anlässlich eines Entschließungsantrags, zum zehnjährigen Jubiläum der Kampagne „Duales Studium Hessen“ auf die beeindruckende Bilanz hingewiesen. Von den 17 Anbietern in Hessen sei StudiumPlus der mit Abstand größte und mit seinem Konzept der engen Kooperation von Hochschule, Unternehmen und IHKn einzigartig; Rhein wies in seiner Rede namentlich auf den Erfolg von StudiumPlus hin.

Und Regierungspräsident Ullrich interessierte sich bei seinem Besuch ganz besonders für das Thema Digitalisierung, mit dem sich StudiumPlus auch auf Wunsch der Unternehmen intensiv auseinandersetzt. „Was dieses Thema angeht, sind wir in Mittelhessen schon gut aufgestellt, aber wir müssen dranbleiben“, sagte er. Mit Hilfe der Studierenden könne die Hochschule Themengebiete wie Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge oder Big Data in die Unternehmen bringen.