Digitale Feier in Wetzlar und an den sechs Außenstellen

Über ihren Bachelor-Abschluss freuen sich bei StudiumPlus 405 junge Frauen und Männer, 234 davon in Wetzlar und insgesamt 171 an den sechs Außenstellen – damit konnten mehr Absolventinnen und Absolventen als je zuvor verabschiedet werden. Und das auch in diesem Jahr in feierlichem Rahmen und in Anwesenheit von Vertretern der Hochschule, der Partnerunternehmen, Familienangehörigen, Freunden, Weggefährten und Unterstützern. Pandemiebedingt zwar digital, aber wie gewohnt persönlich und festlich. Über fünfhundertmal wurde der Live-Streams aus hessischen Wohnzimmern abgerufen, was erfahrungsgemäß auf eine Teilnehmerzahl an der digitalen Absolventenfeier von etwa 2.000 schließen lässt. StudiumPlus verabschiedet 405 Absolventen web

Ihre Zeugnisse hatten sich die Absolvent*innen bereits am Campus abgeholt oder sich per Post zusenden lassen, außerdem erhielten sie ihren traditionellen Absolventenhut. Die Glückwünsche des Leitenden Direktors des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Harald Danne, und des Vorstandsvorsitzenden des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien (CCD), Uwe Hainbach, konnten die Absolvent*innen via Bildschirm entgegennehmen. „Wir feiern in diesem Jahr in einem ungewöhnlichen Rahmen, aber unsere Glückwünsche sind herzlich und (digital) persönlich wie immer“, sagte Danne. „Ein schwieriges Jahr liegt hinter Ihnen, aber Sie haben das Beste daraus gemacht.“ Die Absolvent*innen hätten einen Triathlon hinter sich gebracht: „Sie haben nicht nur Top-Leistungen in der Hochschule und im Betrieb geliefert, Sie haben drittens auch noch die durch Corona bedingten Widrigkeiten gemeistert. Das verdient Respekt und höchste Anerkennung.“

Uwe Hainbach gratulierte den Absolvent*innen im Namen der über 950 Partnerunternehmen zu ihrem tollen Erfolg. „Die Unternehmen haben auf die richtigen Personen gesetzt!“, sagte er. Er wünsche ihnen, dass sie nun befreit feiern könnten, dass die großen Anstrengungen hinter ihnen liegen. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben hoffe er aber auch, dass sie im Studium gelegentlich Misserfolge erlebt hätten – „wenn man im Unternehmensalltag etwas Neues probiert, geht oft erst einmal etwas schief, man muss lernen, sich nicht entmutigen zu lassen und unbeirrt zu bleiben.“

Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der THM, und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich sandten Grußworte. „Sie können stolz auf sich sein, weil Sie den Abschluss in einer sehr problematischen Zeit geschafft haben“, sagte Willems.  Und Ullrich sprach den Wunsch aus, dass möglichst viele der Absolvent*innen weiter der Region treu bleiben, „in unseren Unternehmen bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten.“

Die StudiumPlus-Familie kam zwar nicht persönlich zusammen, festlich war es dennoch. Für ganz besondere Effekte sorgte die professionelle Regie durch das „Labor 10“, die studentische Medienwerkstatt der THM. Am Anfang der Feier waren alle Absolvent*innen einem gemeinsamen Teil zugeschaltet, bevor die Verabschiedung dann an den jeweiligen Standorten in kleinerem Rahmen fortgesetzt wurde. Die Band Big G and the Boozeheads  stand zwar nicht auf der Bühne, spielte aber mitreißende Songs wie „Mustang Sally“ oder „You never can tell“ ein, so dass ein wenig Partystimmung aufkommen konnte. Im Chat sandten Familienmitglieder, Freunde und Unternehmensvertreter den Absolvent*innen Glückwünsche.

Und der Staffelstab, den alle Absolvent*innen ebenfalls zusammen mit ihren Zeugnissen bekommen hatten, stand nicht nur dafür, dass eine Etappe des Lebens- und Karrierewegs geschafft war, sondern auch für den Gast bei der digitalen Feier: Edgar Itt. In den 1980er und 1990er Jahren war er einer der schnellsten Hürdenläufer der Welt – Deutscher Meister, Europa Cup-Sieger und Olympiamedaillengewinner. Heute ist Itt Coach und Keynote-Speaker – und gab den Absolvent*innen im Dialog mit Moderator Steffen Gross mit, welche Erfahrungen er im Laufe seiner Karriere gemacht hat. „Bisher hat die Hochschule Ihnen die Leitplanke gesetzt, nun muss es ohne gehen“, sagte er. „Sie sollten über den Tellerrand sehen, neugierig sein, Neues probieren und sich die eigene Leitplanke für Leben und Karriere setzen. “Es gehe darum, Verantwortung zu übernehmen für das eigene Tun. Itt nannte Harry Belafonte, Walt Disney oder Thomas Edison als Beispiele für Persönlichkeiten, die einer Vision mit Leidenschaft gefolgt sind und für die Aufgeben keine Option war. Emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz seien zudem unabdingbar, um voran zu kommen.

An die 234 Absolvent*innen in Wetzlar richteten sich die Grußworte von Oberbürgermeister Manfred Wagner und Landrat Wolfgang Schuster. Beide strichen den Wunsch heraus, dass die Absolvent*innen der Region erhalten bleiben: „Ich wünsche mir, dass Sie die vielen leistungsfähigen Unternehmen, die wir hier haben, weiterhin unterstützen“, so Wagner, und Schuster betonte: „Sie haben hier in den Unternehmen hervorragende Zukunftschancen!“

Für die Absolventen sprach Tim-Niklas Krämer, der bei der Stadt Wetzlar Betriebswirtschaft studiert hat. Er ging ebenfalls auf die durch die Corona-Pandemie verursachten Schwierigkeiten im Studium ein, auf die schnell reagiert worden sei, so dass Herausforderungen und Hürden gemeistert wurden. „Wir sind den Weg als Team gegangen“, betonte er, „selbst Mathe und Statistik konnten wir so bewältigen.“ 

Außerdem gratulierten die Studiengangsleiter Prof. Dr. Katja Silbe, Prof. Dr. Jens Minnert, Prof. Dr. Michael Guckert, Prof. Dr. Werner Bonath, Prof. Dr. Carsten Lucke und Prof. Dr. Jens Hoßfeld den Absolventen. Von den 234 Absolventen am Campus Wetzlar haben 80 den Studiengang Betriebswirtschaft mit den Fachrichtungen Krankenversicherungsmanagement, Logistikmanagement, Mittelstandsmanagement und Wirtschaftsinformatik abgeschlossen, 29 den Studiengang Ingenieurwesen Elektrotechnik mit den Fachrichtungen Allgemeine Elektrotechnik und Technische Informatik, 28 den Studiengang Ingenieurwesen Maschinenbau, 49 den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizintechnik und Vertrieb, 24 den Studiengang Bauingenieurwesen, 18 den Studiengang Softwaretechnologie und sechs den Studiengang Organisationsmanagement in der Medizin.